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Bonus für Bäder: „Schwimmen ist eine existenzielle Lebensgrundlage“

„Schwimmen ist eine existenzielle Lebensgrundlage“

Vorher – Nachher: Einen Unterschied wie Nacht und Tag hat die Sanierung 2008/2009 ergeben, bei dem nicht nur die Unterdecke erneuert wurde, sondern eine Sanierung bis an die tragenden Teile der Dachkonstruktion ging und mit einer modernen Lüftung auch die Möglichkeit der Wärmerückgewinnung gab.

„Bonus für Bäder: Wie wir den Schwimmbad-Betrieb entlasten können“ war Thema beim 3. Bürger-Forum der Gemeinde Eschenburg am 29.04.2022. Verbandsvorsteher Götz Konrad hat vorghestellt, wie der Betrieb des Freizeitbads „Panoramablick“ verbessert worden ist und was die Politik in Kreis, Land und Bund tun kann. Hier der Vortrag zum Herunterladen.

In diesem Blog berichten wir über unseren Vorschlag „Bonus für Bäder“ und darüber, wie die beiden Gemeinden Dietzhölztal und Eschenburg „ihr“ Schwimmbad auf Kurs gebracht haben.

„Schwimmkurse brauchen Schwimmbäder: Wie wir den Schwimmbad-Betrieb entlasten können“ ist Vortrags-Thema von Verbandsvorsteher Götz Konrad beim Führungskräfte-Forum des Behörden-Spiegels „Kommunale Bäder – Handlungsstrategien zur Effizienzsteigerung“  1.  Juni (Webinar).

 


Viele wünschen sich den Erhalt der Schwimmbäder und fordern finanzielle Unterstützung – wir haben da eine Idee, die eigentlich nichts kostet. Der „Bonus für Bäder“ ist eher eine Frage der Solidarität. Wir haben bereits 2015 den Vorschlag gemacht, ob nicht bei der Reform des Kommunalen Finanzausgleichs (KFA) der Betrieb eines Bades stärker berücksichtigt und die Betreiber-Kommunen (z. B. über die Einwohnergewichtung) entlastet werden kann.

Entlastung im Betrieb ist nach unserer Erkenntnis wichtig, weil alle kommunalen Schwimmbad-Betreiber Hemmungen vor Investitionen haben: Kommunen müssen die Abschreibungen erwirtschaften und können sie nicht irgendwo von der Abgabenlast absetzen.

„Etwaige Gewinne dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden“, stand 1969 in der ersten Satzung, als der Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ gegründet wurde. Finanzielle Gewinne hat es nie gegeben, sondern das Freizeitbad „Panoramablick“ ist ein Gewinn für die Region.

Auch deshalb sammeln wir weiter Argumente für einen „Bonus für Bäder“ und wünschen uns in der ganzen Republik mehr Initiativen für Schwimmbäder. Wie beim Bau der Bäder, der fast überall von Olympia 1972 in München beflügelt wurde, muss für die Zukunft der Schwimmbäder auch heute für uns wieder das olympische Motto Devise sein: Dabei sein ist alles!

Gerade in der Corona-Krise werden unsere Schwimmbäder schmerzlich vermisst. Sie sind der Gesundheitsdienstleister des Alltags. So sollten sie nicht nur in den Corona-Verordnungen eingestuft werden, sondern auch im Kommunalen Finanzausgleich jedes Bundeslandes.

Haben Sie eine Frage oder einen Vorschlag? Schreiben Sie mir eine E-Mail an Götz Konrad, Bürgermeister in Eschenburg und Verbandsvorsteher für das Freizeitbad „Panoramablick“.


„Schwimmen ist eine existenzielle Lebensgrundlage“: DSV-Präsident Marco Troll warnt vor Bäderschließungen oder anderen Einschränkungen angesichts der Energie-Krise.  „Nicht nur den hunderttausenden Kindern und Jugendlichen in den Schulen und in unseren Vereinen zuliebe muss stattdessen nach besseren Lösungen gesucht werden als erneute Schließungen“, so Troll: „Denn letztlich ist Schwimmen mehr als ein Sport, es ist eine existenzielle Lebensgrundlage.“

Ein Unterstützung für Betrieb und Sanierung wird erstmals in Bayern gefordert. „Bahnen frei für Bayerns  Schwimmbäder“, fordert dort die SPD ein Sonderprogramm.

„Lange Wartelisten für Schwimmkurse“ (Deutschlandfunk) und „Viele Nichtschwimmer: DLRG fordert Hilfe von Bund und Land“ (NDR) lauten die Schlagzeilen dieser Tage.  Bleibt zu hoffen, dass Bund und Länder endlich auch an eine Entlastung der Badbetreiber denken, wie wir sie mit unserem „Bonus für Bäder“ vorschlagen. Wenn das auch noch so gemacht wird wie in dem hier bereits vorgestellten Beispiel Schleswig-Holstein, dann wird der überregionalen Funktion der Schwimmausbildung auch Rechnung getragen im Kommunalen Finanzausgleich. Das wirkt auch dem Neid der Nutzer entgegen, die auf die eine oder andere Bahn im Bad verzichten müssen, wenn Schulschwimmen, Kurse und Training angesagt sind.

„Schwimmunterricht muss selbstverständlich sein“, zitiert der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die neue DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Ihr Wort in Gesetzgebers Ohr und der neuen Regierung auf die Agenda. Schwimmunterricht sollte so selbstverständlich sein, dass Schwimmbad-Betreiber nicht noch unnötige Steuerhindernisse aufgebaut bekommen. Zwar sieht die Bundesfinanzverwaltung das Schulschwimmen als „hoheitlich“ an, weshalb hierauf keine Umsatzsteuer anfällt. Die Kostenerstattung des Schulträgers ist aber weit unter der Kostendeckung, weshalb Schwimmbäder ihren Status als „geborene Verlustbetriebe“ gerne nutzen und bei jeder Rechnung die Vorsteuer ziehen und mit den Netto-Preisen arbeiten. Wenn nun aber jeder Liter Wasser und jede Kilowattstunde Energie für die Zeiten des Schulschwimmens herausgerechnet werden müssen, stellt dies einen hohen Aufwand dar. Zeit die anderweitig sinnvoller genutzt werden kann. Von den Kosten dafür gar nicht zu sprechen. Wir wollten doch Schwimmen lernen und nicht das rastlose Rechnen. Schwimmunterricht muss selbstverständlich sein, auch für die Steuer.

Mehr Geld für Schwimmbäder… beginnt ein Bericht über den Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition.  Sucht man darin nach dem Stichwort Schwimmbäder, findet man auf Seite 113 die Kompromiss-Formel: „Wir erarbeiten unter breiter Beteiligung einen  „Entwicklungsplan Sport“ und weiten die Offensive für Investitionen in Sportstätten von Kommunen und Vereinen unter Beachtung von Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Inklusion aus und berücksichtigen insbesondere Schwimmbäder stärker.“ Zweite Fundstelle auf Seite 128: „Zur Stärkung des Zusammenhalts werden  die Investitions- und Sanierungsprogramme im Bereich des Sports und der Kultur (z. B. Sportstätten, Schwimmbäder, Bibliotheken) vereinfacht und aufgestockt. Wir wollen die Förderung an Strukturschwäche ausrichten.“ Von Nachhaltigkeit reden, aber keine klare Gedanken äußern zu Folgekosten, Entlastung im Betrieb und die Krux der Kommunalfinanzen, halten immer mehr kommunale Badbetreiber für strukturschwach… Bleibt zu hoffen, dass die DLRG sich mit ihrer Petition auch im neuen Bundestag wieder in Erinnerung ruft. Hier ist wirklich die Rettungskette aus Fachverbänden, Badetreibern und Politik in Bund, Land und Kreisen notwendig.

Bericht Behördenspiegel
Bericht im Behörden Spiegel, Juli 2021

„Bädererhalt – eine freiwillige Pflicht” ist Titel des DLRG-Bürgermeisterforums, das aktuell durch die Republik tourt. In Neumünster hat die Schleswig-Holsteinische Landtagsvizepräsidentin Kirsten Eickhoff-Weber hat am 17.08.2021 die Bedeutung von Schwimmbädern bei der Schwimmausbildung unterstrichen. In Schleswig-Holstein gibt es eine neue Förderung auf den Betrieb von Bädern, wenn sie dem Schwimmen-Lernen dienen. Das ist aktuell das beste Beispiel, wie ein „Bonus für Bäder“ allen helfen kann. Das werden wir auch in Frankfurt beim DLRG-Bürgermeisterforum vertreten, wo unser Thema „‚Bonus für Bäder‘ statt Millionen für Prestige-Projekte“ in einem Vortrag dargelegt ist. Unser Verbandsvorsteher, Bürgermeister Götz Konrad meint dazu: „Statt Ping-Pong guter Ratschläge brauchen wir eine Rettungskette aus Helfern, Badbetreibern und Politik in Kreis, Land und Bund.“

Die Krux der Kommunalfinanzen ist: Für jeden Euro den Badbetreiber zum Ausgleich des Defizit-Ausgleichs oder zum Erwirtschaften der Abschreibung (wir kommen ja nicht aus der Gewinn-Zone) aus Steuern , brauchen wir vorher ein Vielfaches im Steueraufkommen. Bei der beliebten Gewerbesteuer Kommunen im ländlichen Raum  bleibt uns im ländlichen Raum meist nur ein Viertel. Dreiviertel teilen sich Kreis, Land und Bund. Darüber redet üblicherweise niemand, wenn Bewilligungsbescheide verteilt werden für irgendwelche Förderprogramme. Das hat auch meistens niemand auf dem Schirm, wenn – wie gerade in Bayern – Investitions-Förderung auch für Schwimmbäder gefordert wird.

Lehrschwimmbecken statt leerer Schwimmbecken: Bevor wir uns alle in die Sommerferien verabschieden, dabei auch zuhause den Wert funktionierender Schwimmbäder genießen und nach dem Sommer wieder meinen, es müsse etwas gegen den Sanierungs-Stau getan werden, berichtet der Behördenspiegel in seiner Juli-Ausgabe unter der Überschrift „Neuer Bonus für Bäder“. Hier herunterladen können Sie den Vortrag „‚Bonus für Bäder‘ statt Millionen für Prestige-Projekte“, den Götz Konrad am 29.06.2021 beim Behördenspiegel-Webinar „Kommunale Bäder – Handlungsstrategien zur Effizienzsteigerung“ gehalten hat. Das wird auch am 13. und 14. September ein Punkt sein beim DLRG-Bürgermeisterforum in Frankfurt, das unter dem Thema „Bädererhalt – eine freiwillige Pflicht?“ steht. Wir werden den Bäder-Bonus aus Schleswig-Holstein wieder als praktikables Beispiel dafür nennen, wie man das Schwimmen-Lernen unterstützt und die „Lehrschwimmbecken“ fördert. Sonst drohen an vielen Stellen leere Schwimmbecken.

„Corona verschärft die Lage: Generation Nichtschwimmer – Deutschlands Kinder haben oft nicht einmal Seepferdchen“, schreibt der „Stern“. Schwimmbäder sind der Gesundheits-Dienstleister „vor Ort & für jeden Tag“. Während der langen Corona-Schließung wurden sie im wahren Wortsinn schmerzlich vermisst. Schlimmer noch: Viele konnten in der Zeit der Schließung nicht Schwimmen lernen. Das verschärft die existenzielle Bedrohung für Bäder und das kann im nächsten Urlaub am Meer oder auch zuhause lebensgefährlich werden für die Kinder. Deshalb sollte man jetzt nicht vorschnell freien Eintritt fordern oder Gratis-Schwimmkurse vorschlagen, sondern auch dafür sorgen, dass die Schwimmbäder nicht „untergehen“.

Schleswig-Holstein macht’s vor: In seinem Kommunalen Finanzausgleich (KFA) zeigt dieses Bundesland , wie man Schwimmbäder unterstützen kann, die die mit ihren Schwimm-Kursen der ganzen Region, den Schulen und vor allem den Familien helfen. Ein Vorwegabzug in Höhe von 7,5 Mio. € wird an die Schwimmbäder im Lande verteilt, bevor das Geld der Kommunen in die „Tombola“ kommt. Im § 23 des Finanzausgleichsgesetzes steht:  „Gemeinden, Kreise, Ämter und Zweckverbände, die Träger einer kommunalen Schwimmsportstätte in Form eines Hallenbades, Lehrschwimmbeckens oder Freibades sind, in der Schwimmunterricht angeboten wird, erhalten (…) Zuweisungen zu den Betriebskosten. Dies gilt auch für Schwimmsportstätten, an deren Träger eine Gemeinde, ein Kreis, ein Amt oder ein Zweckverband alleine oder zusammen mit anderen Gemeinden, Kreisen, Ämtern oder Zweckverbänden mit mehr als 50 % beteiligt ist.“ Es kann so einfach sein.

Hessen hilft Heilbädern – der Lahn-Dill-Kreis dem Schulschwimmen: Während viele Schwimmbad-Betreiber mit den Anträgen für November-Hilfen und Kurzarbeitergeld kämpfen, unterstützt das Land Hessen die Kur- und Heilbäder. Die 26 Heilkurorte erhalten in der Krise zusätzlich 15 Millionen Euro bis 2022.  Mit dem „Bäderpfennig“ erhalten die 31 Kurbäder bereits seit der Reform des Kommunalen Finanzausgleichs 2016 bekommen 13 Millionen Euro jährlich. Ein Betriebskostenzuschuss oder eine Entlastung im Betrieb wünschen sich die übrigen Schwimmbäder bislang vergebens, auch wenn ihre Besucher sie als Gesundheitsdienstleister des Alltags schmerzlich vermissen.  45.396 €  bezahlt uns der Lahn-Dill-Kreis für das Schulschwimmen im Schuljahr 2019/2020, obwohl nur etwa ein Drittel davon stattfinden konnte. Die Unterstützung von 4 € pro Teilnehmer hatten wir vor Jahren mal ausgehandelt für alle damals neun Hallenbäder im Lahn-Dill-Kreis. In Dillenburg muss saniert werden, in Hüttenberg soll neu gebaut werden. Bleibt zu hoffen, dass die Hilfe für Hallenbäder im Betrieb ausgebaut wird.  Das ist schon lange keine „freiwillige Leistung“ mehr, sondern eine „zentralörtliche Funktion“, die wir auch im so genannten ländlichen Raum erbringen.

Macht endlich die Schwimmbäder auf!, titelt die Bild (03.05.2021) und warnt: Demnach warne die DLRG : Eine Million Kinder werde  zu Nichtschwimmern.  Mit einem praktischen Programm will das Sportministerium des Saarlands Schwimmkurse in den Sommerferien fördern.  Derweil die ersten Schwimmbäder öffnen (Welt 13.05.2021) und andere noch warten müssen – Brandenburg bis 9. Juni -, versprechen und preschen andere schon jetzt mit freiem Eintritt für Kinder in den Sommerferien vor.

„Schwimmbäder im Lockdown“ (ZDF, Drehscheibe, 19.04.2021) ist eine Mischung zwischen Standby und Sparflamme, zwischen Dornröschenschlaf und Baustelle.  Auf jeden Fall ist es kein Spaß: Die Meldung „Hamburg befüllt Schwimmbäder mit überschüssigem Impfstoff“ (Welt, 28.04.2021). ist nur Satire, wird von Schwimmbad-Betreiber wie auch von Besucher nicht als Spaß verstanden.

Angebliche Ausnahmen wie „Anfängerschwimmen mit Anstand“ oder „Schwimmbad zu vermieten“ (Tagesschau 17.04.2021) sind keine tragfäge Option. Obwohl erlaubt, findet auch kaum Reha-Sport in Schwimmbädern statt, wenn die Ausnahme-Akteure ausbleiben. Und auch Schulschwimmen findet auch nur auf dem Papier statt, wenn der Schulsport der Pandemie wegen pausiert.  

Uns steht das Wasser bis zum Hals: „Kindern fehlt das Schwimmen“, heißt es auch in Frankfurt. Vereinzelt wird fürs Schulschwimmen wieder geöffnet, die meisten Bäderbetriebe können sich das aber nicht leisten, ohne den öffentlichen Badebetrieb und mit der Mannschaft in Kurzarbeit. Die „Bäderallianz“ fordert eine baldige Öffnung, aber nach den neuen Beschlüssen werden die Schwimmbäder wohl nicht so schnell öffnen dürfen.  Der Deutschlandfunk geht der Frage nach, wie den Schwimmbädern die Schließung bekommt: „Kommunale Schwimmbäder am finanziellen Limit“, lautet das Fazit. „Uns steht das Wasser bis zum Hals“, wenden sich Bäderbetriebe an die Politik: Nur effektivere und schneller wirksame Hilfsprogramme könnten ein „Bädersterben“ verhindern. Ein anderes Bild kann traurige Realität werden: „Auf dem Trockenen“, kommentiert die Westdeutsche Zeitung (21.04.2021) die Situation der Schwimmbäder in Wuppertal als Folge der Haushaltssicherung.

Generation Nichtschwimmer: Viele vermissen „Ihr“ Schwimmbad. Auf den Punkt bringt es Moderator und Musiker Reinhold Beckmann im Interview mit dpa: „Wenn ich etwas vermisse, ist es das Schwimmen. Ich liebe Schwimmen. Da hilft auch die Yoga-Matte morgens nicht. Schwimmen ist unschlagbar.“ „Generation Nichtschwimmer?“, vermutet die Tagesschau vom 20.02.2021 als Folge der Corona-Krise.

„Rettet die Bäder“, ruft der neue Präsident des Deutschen Schwimmverbands (DSV), Marco Troll, die Politik auf.  Durch die Corona-Krise haben alle Schwimmbäder geschlossen, die meisten schicken ihre Mannschaft erstmals in Kurzarbeit, nur wenige öffnen fürs Schulschwimmen, was unter hohen Auflagen erlaubt wäre, wenn es denn Unterricht gäbe…Nachdem gerade in den Schwimmbädern nach der ersten Schließung viel dafür geleistet haben, dass die Besucher mit einfachen Regeln (z. B. Poolnudel Abstand zu Lande, Wasser und in der Luft, Schwimmen Kreisverkehr, Föhn-Verzicht) auf der sicheren Seite waren, redet derzeit kaum einer davon. Und für die Neueröffnung im Juni waren es vor allem die Schwimmer des TV Eibelshausen, die mit viel Geduld und Disziplin gezeigt, wie sicheres Schwimmen unter hohen Hygienebedingungen funktioniert (Foto). Der neue DSV-Präsident Troll gibt nun den vielfachen Hilferuf der mehr als 600.000 Mitglieder seines Verbandes weiter: „Es geht längst nicht mehr nur noch um eine verlorene Generation“, sagt er im Interview.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der sich schon im Mai für den Neustart der Schwimmbäder stark gemacht hat und der Politik für die Pandemie-Bekämpfung auch handhabbare Vorschläge aus der Praxis unterbreiten konnte, schärft seine Strategie: Für die Zukunft steht „Intensivierung der Facharbeit für Bäder durch dauerhafte und systematische Facharbeit“ deutlich im Focus.

Dezember 2020: Weil durch die Corona-Schließungen Kurse ausfallen und Schwimmbäder auch von dauerhafter Schließung bedroht werden, warnt Schwimm-Star Franziska van Almsick vor einer „verlorenen Corona-Generation“ beim Schwimmen. Die frühere Leistungsschwimmerin und die DLRG warnen vor einer Nichtschwimmer-Generation

Der Deutsche Städtetag fordert einen Ausgleich bei Gewerbesteuerverlusten von Kommunen, die die örtliche Infrastruktur mit Schwimmbädern, Büchereien oder Parks am Laufen halten, aber am stärksten unter der Corona-Krise finanziell zu leiden haben, wenn die Gewerbesteuer als wichtigste Einnahmequelle einbricht.  

Von den 23 Kommunen im Landkreis Darmstadt-Dieburg betreiben 14 insgesamt 10 Freibäder und 6 Hallenbäder, von denen aktuell die in Münster und Pfungstadt geschlossen sind. Die Kommunen haben nun eine Arbeitsgruppe eingerichtet und ein erstes Positions-Papier übergeben, das vom Land neben der Erhöhung der Investitionsförderung eine langfristige Unterstützung bei den Betriebskosten fordert. Der Landkreis Germersheim (Metropolregion Rhein-Neckar) hat am 07.12.2020 beschlossen, einen „Strukturbeitrag Schwimmbäder“ mit 500.000 € jährlich zu leisten.

November: Obwohl unser Haupt-Desinfektionsmittel Chlor seit hundert Jahren gute Dienste leistet und schon im Kampf gegen die „Spanische Grippe“ geholfen hat, müssen die Schwimmbäder in Deutschland nun wegen und gegen Corona schließen.  Bademeister befürchten „eine Welle von Bäderschließungen„, heißt es in den Medien. Schwimmbäder sollten „nicht weiterhin als freiwillige Leistung einer Kommune“ betrachtet werden, „sondern als Pflichtaufgabe im Rahmen der Gesundheitsfürsorge“. Von Schließung wollen wir nicht reden, aber eine Entlastung im Betrieb – „Bonus für Bäder“ haben wir als Weg aufgezeigt – ist dringend notwendig.

September: „Bäder kommen teuer zum stehen“, lautete eine substanzlose Schlagzeile, nachdem der Landesrechnungshof seinen Kommunalbericht vorgelegt hatte. Aus der Prüfung der Jahre 2018 und 2019 war der Hessische Landesrechnungshof der Frage nachgegangen, wie Kommunalhaushalte gut und sicher durch die Krise kommen. In diesem Kommunalbericht 2020 sind neben Kultur und Kitas vor allem Schwimmbäder unter der Lupe.  Bei den 14 untersuchten Badbetreibern in Südhessen geht es zum einen um die Belastung der Haushalte, aber auch um die Wirtschaftlichkeit und den Sanierungsbedarf der Schwimmbäder, aber auch um deren Bedeutung Bedeutung für Schul- und Vereinsschwimmen.  „Im Prüfungszeitraum lag der Zuschussbedarf jeder Körperschaft für den gesamten Bereich Schwimmbäder und Badeseen zwischen 1,99 Euro je Einwohner und 80,07 Euro je Einwohner. Bei keiner der geprüften Körperschaften würde eine vollständige Realisierung der dargestellten Ergebnisverbesserungspotenziale den Zuschussbedarf vollständig decken“, lautet eine wichtige Erkenntnis. Die Möglichkeiten zur Ergebnisverbesserung kommen uns im Freizeitbad „Panoramablick“ sehr bekannt vor: Energie sparen, Fördermöglichkeiten ausschöpfen, mehr finanzielle Unterstützung beim Schulschwimmen, Hilfe durch Sponsoring und einen tatkräftigen Förderverein werden dort benannt.  Der interkommunalen Zusammenarbeit, vor allem in einem Zweckverband wie unserem, sollte bei der Förderung durch das Land mehr Bedeutung beigemessen werden, wird empfohlen.

Juli: Die Petition der DLRG zur Rettung der Schwimmbäder ist vom Petitionsausschuss des Bundestages unterstützt worden. Die Forderung nach einem Masterplan wird jetzt dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) „zur Erwägung” überwiesen und den Länderparlamenten zugeleitet. Aus den Reihen der Bundestagsmitgliedern mehrt sich die Unterstützer, die meist eine Sanierungsoffensive fordern.

Februar: In Berlin überschlagen sich die Fraktionen des Bundestages, nach einer „Milliardenförderung“ zu rufen. Aber niemand weiß eigentlich genau, wovon man spricht.  Die Bundesregierung hat noch keine genauen Zahlen, der deutsche Städtetag fordert Unterstützung bei der Finanzierung auch des Badbetriebs.  Auf der Ebene der Länder gibt es einen – wie wir meinen – bemerkenswerten Vorstoß: In Schleswig-Holstein legt die Regierung für den Kommunalen Finanzausgleich einen Reform-Vorschlag vor,  bei dem Schwimmbäder eine größere Rolle spielen.  7,5 Mio. € sollen demnach jährlich an die Kommunen gezielt verteilt werden für den Betrieb eines Bades, jeweils 50.000 € für jedes Bad mit Lehrschwimmbecken. Das ist auch ein „Bonus für Bäder“ in Schleswig-Holstein, der die nötige Entlastung im Betrieb bringt.

Januar 2020: Das Thema bleibt spannend. „Kommt ein Masterplan zur Rettung der Bäder?“ lautet die Frage am Anfang des Jahres. Im Freizeitbad „Panoramablick“ geht derweil unser eigener Master-Plan auf. Der nennt sich Bauprogramm und läuft bis 2022. Weil wir zuvor ermittelt haben, was ansteht. Konnten wir mit den verbleibenden Projekten auch einen Antrag für das Hessische Förderprogramm SWIM stellen. Für die Ergebnisrechnung auch förderlich ist, wenn unsere beiden Mitgliedsgemeinden Eschenburg und Dietzhölztal die Investitionen über jährliche Zuweisungen stemmen, wenn sich sonst kein Sponsor findet: Zuweisungen und Zuschüsse werden nämlich nicht nur genutzt, um die Rechnungen der beauftragten Unternehmen zu bezahlen, sondern helfen uns auch in den kommenden Jahren – als so genannte Sonderposten-Auflösung auf der Ertragsseite – der Abschreibung ein artgerechtes Gegengewicht zu bieten. So geht Investieren ohne Angst vor der Abschreibung. „Das funktioniert aber nur kommunalübergreifend, wenn die einzelnen Kommunen nicht nur an sich denken“, sagt Schwimm-Star Michael Groß in einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk auf die Frage „Was tun gegen den Schwimmbad-Schwund? (Interview und Podcast) Ein „Goldener Rettungsring“ müsse her, kommentiert die FAZ.

Dezember 2019: Mit 120.000 Unterschriften aus ihrer Online-Umfrage schaltet die DLRG den Petitionsausschuss des Bundestages ein. „Schwimmbäder sind Daseinsvorsorge“ (Deutschlandfunk 09.12.2019), ist die Aussage der Lebensrettungsgesellschaft und der Kommunen-Verbände. „Auf dem Trockenen“ (09.12.2019 ARD) heißt ein Bericht in der Tagesschau. Demnach sind seit dem Jahr 2000 durchschnittlich pro Jahr knapp 80 Hallen- und Freibäder geschlossen worden. Im Januar 2000 gab es bundesweit noch 7800 Schwimmbäder. Ende 2018 waren es nur noch 6400 – ein Minus von 1400 Bädern in 18 Jahren. Nicht nur das Sicherheits-Problem, dass weniger Kinder Schwimmen lernen, wird erkannt und benannt. Einige sehen bereits, das „Kulturgut Schwimmbad in Gefahr“ (Westdeutsche Zeitung 09.12.2019). Vielfach wird die Forderung nach einem Masterplan für Schwimmbäder laut („DLRG schlägt Alarm“, Berliner Morgenpost 09.12.2019).

März 2019:  Zum WDR-Filmbeitrag „Volkssport Schwimmen auf Tauchstation“ nennt der WDR seinen Beitrag über das „Bädersterben“. In dem Film kommen mal wieder die Probleme auf, die die Kommunen mit dieser „freiwilligen Leistung“ haben, die eigentlich eine öffentliche Aufgabe ist. Die Angst vor Investition und Abschreibung nehmen – ein „Bonus“ für Bäder kann helfen.

Januar 2019. Die DLRG startet eine Online-Pe

tition

 

Rettet die Bäder – Schwimmbadschließungen stoppen!“. Es reicht nicht, das

 

„Bädersterben“ zu stoppen, sondern es muss auch etwas für den Erhalt getan werden. Statt teurer Förderprogramme für Investitionen muss vor allem Entlastung im Betrieb erfolgen. Gerade kommunale Bäder fürchten bei jeder Investition die Abschreibung, die als Aufwand das Ergebnis belastet. Im Kommunalen Finanzausgleich könnten die Kommunen mit Schwimmbädern ganz einfach entlastet werden, wenn für diesen Dienst für die Region die Einwohner stärker gewichtet werden.

23.09.2018 Sonntag-Morgenmagazin (Ausgabe Wetzlar und Ausgabe Herborn): Schwimmbädern droht Sanierungsstau

17.09.2018 – „Bonus für Bäder“ statt Millionen für Prestige-Projekte. Das ist der konkrete Vorstoß, den im Lahn-Dill-Kreis alle 23 Rathaus-Chefs, der Landrat und der Sportkreis-Vorsitzende wagen. In einem Offenen Brief fordern die Bürgermeister der verbliebenen neun Schwimmbad-Standorte die Entscheidungsträger in Land und Bund auf. Die übrigen Rathaus-Chefs, auch die ohne jegliches Schwimmbad, Landrat Wolfgang Schuster und der neue Sportkreis-Vorsitzende Ralf Koch unterstützen mit ihren Unterschriften. Auf Landesebene, auch in Hessen, soll der „Bonus für Bäder“ den Gemeinden und Städten mit Schwimmbad im Kommunalen Finanzausgleich bei Einwohnergewichtung angerechnet werden. Dadurch erhalten die Kommunen in der Verteilung mehr Gewicht für ihre Aufgaben-Austattung und es kostet in der Summe nicht mehr. Das Antwortschreiben aus dem Ministerium bringt uns wenig weiter.

09.08.2018 – Süddeutsche Zeitung: Rettet die Schwimmbäder! Ein Ausrufezeichen machen Zeitungsredakteure selten. Die SZ geht de vielen Aufrufen zum Erhalt der Schwimmbäder auf den Grund.

29.07.2018 – Unsere Schwimmbäder sterben. Die „Frankfurter Algemeine Sonntagszeitung“ schreibt es in ihrer gedruckten Ausgabe drastisch. Online heißt es dann „Anzahl der Schwimmbäder nimmt drastisch ab“

29.07.2018 – MDR: Kommunen fordern mehr Mittel für Schwimmbäder. Es geht nicht um Geld, sondern um die Verteilung, das sagen wir auf dieser Internetseite bereits seit 2015.

Super-Sommer 2018. Immer mehr Schwimmbäder schließen, immer weniger Kinder lernen schwimmen. Trotz Gästerekord in allen Schwimmbädern bleibt das Kostenproblem. Hilfe vom Bund wird gefordert, nur wissen Kommunen aus dem Ländlichen Raum, wie wenig Hilfreich Förderprogramme und Zuschüsse sein können. denn hierbei wird auch wieder nur Steuergeld hin- und herbewegt. Der beste Zuschuss ist der, den man nicht braucht. Unser „Bonus für Bäder“ ist da ganz anders angelegt und leichter anwendbar.

29.05.2018 – SWIM heißt ein neues Förderprogramm des Landes Hessen, mit dem insgesamt 50 Millionen Euro in die Hallen- und Freibäder als Zuschüsse Investitionen ankurbeln sollen. Das ist ebenso lobenswert wie der Vorgänger HAI (Hallenbad-Investitionsprogramm). Bei den Investition

en tut das Land Hessen sehr viel, das können wir voller Dankbarkeit und aus Erfahrung sagen. Nur hilft das nicht darüber hinweg, dass fast alle Schwimmbäder beim Betrieb alleine gelassen werden.

05.03.2018 – Neueröffnung nach Meilenstein-Modernisierung: Das soll uns erst einmal einer nachmachen: Zeitplan gehalten, Kosten unterschritten, ein 45 Jahre altes Bad für die Zukunft gemacht. Vor zehn Jahren waren wir heilfroh, dass uns das Land Hessen unter beide Arme gegriffen hatte. Damals wollten wir eigentlich nur die dunkle Abhang-Decke erneuern und eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung einbauen… und dabei brauchte die Statik-Untersuchung, die hoffentlich jeder nach dem Unglück von Bad Reichenhall unternommen hat, Bausünden der Gründerzeit ans Tageslicht. Mit dem Hallenbad-Investitionsprogramm konnten wir rd. 390.000 € bekommen. Mehr noch als das Geld war der Rückenwind wichtig, ein Schwimmbad für die Region zu betreiben. Mit dem Baujahr 1973 zwar nach dem Olympia-Jahr gebaut wie viele – aber immer noch gut dabei. Mittlerweile haben wir ein Bauprogramm bis 2022 und werden danach auch keine alten Schulden mehr haben. Unbeschwertes Schwimmvergnügen – das ist unsere Mission.

08.12.2017 – Seine Hausaufgaben hat der Lahn-Dill-Kreis gemacht: Als Kostenerstattung fürs Schulschwimmen werden ab 4 € pro Teilnehmer bezahlt. Das deckt zwar nicht alle Kosten, ist aber mit den Betreibern der neun verbliebenen Hallenbädern im Kreis so ausgehandelt worden.

13.09.2017 – Bäderallianz fordert den Erhalt der deutschen Bäderlandschaft. Solche Mitteilungen finden erst wieder Gehör, wenn der Super-Sommer 2018 den positiven Wert jeder Badeanstalt begreiftbar macht. Solche Aufrufe hören die Entscheider in allen politischen „Becken“ schon jährlich, nur ist die Forderung noch nicht so stark gebündelt worden.

11.01.2017 – Bäderatlas: Wie viele Schwimmbäder gibt es eigentlich in Deutschland? Wieviele haben in den Jahren zuvor schließen müssen? Die Zahlen kennt niemand, jeder aber weiß, wieviel Defizit das Schwimmbad vor Ort jährlich zu tragen hat. Im Bäderatlas hat die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen zumindest ein Internet-Werkzeug geschaffen, in dem man die verbliebenen Schwimmbäder suchen und finden kann.

27.10.2015 – Alarmrufe wegen Bädersterben (FAZ). Die Frankfurter Allgemeine Zeitung macht eine Bestandsaufnahme und zitiert viele Gründe, Schwimmbäder für vielfältige Nutzung zu erhalten.

27.04.2015 – Bäderpfennig heißt verniedlicht die Finanzspritze, die das Land Hessen jährlich den Kurorten für die Heilbäder gewährt. 31 Kommunen teilen sich 13 Millionen Euro. Das Geld kommt aus dem Kommunalen Finanzausgleich (KFA). Gibt’s doch gar nicht…

Der Förderverein des Freizeitbads bleibt beharrlich mit unserer Forderung nach einem „Bonus für Bäder“ am Gesetzgeber und am Petitionsausschuss. Die neueste Antwort aus dem Finanzministerium zur Petition 2052/19 zur Berücksichtigung von Schwimmbädern im Kommunalen Finanzausgleich ist zwar umfangreich, aber in ihren Ausflüchten und Ausreden nicht neu. Wenn mit dieser Landesregierung keine Lösung zu finden ist, brauchen wir bald eine neue. Locker lässt unser Förderverein aber nie.

An die Ministerien der Landesregierung und Fraktionen des Landtages hat sich der Förderverein des Freizeitbades hilfesuchend gewandt. Das Antwortschreiben des Finanzministeriums gibt es nur die altbekannten Ausflüchte, dass bei der Bedarfsberechnung für den Kommunalen Finanzausgleich alles eingerechnet worden sei… blöd nur, dass bei den Bedürftigen nichts ankommt. Dass der KFA den Kurbädern etwas zukommen lässt, wird beantwortet mit dem Hinweis, dass Kurorte auch nicht so viele Gewerbegebiete ausweisen könnten wie andere. Immerhin: Ein Ausgleich über den KFA geht ja dann doch, wenn der Gesetzgeberes will… Neu ist nur der Hinweis, dass dies von der „kommunalen Familie vor Ort geregelt werden“ müsse. Nicht neu ist dem Ministerium dass z. B. der Kreis außer Kreisumlage und Schulumlage keine Instrumente zum Geldeinsammeln und Verteilen hat. Die Beharrlichkeit des Fördervereins führte dann doch zu einer Anfrage an den Landtag, den das Ministerium des Inneren und für Sport mit Schriftsatz vom 02.11.2015 beantwortet. Kurz-Fassung: Das Land hat (noch) keinen Überblick, wieviele Schwimmbäder im Land damit zu kämpfen haben, dass sie für den Schulsport und die Vereine ein günstiges Angebot weitgehend alleine gelassen finanzieren und zunehmend ins Trudeln geraten. Wir bleiben dran: Bonus für Bäder!

Da half auch der Ministerpräsident nicht mehr – lesen Sie hier den Brief von Volker Bouffier (150717 MP Antwort Bonus für Bäder).  Das Gesetz über den neuen Kommunalen Finanzausgleich (KFA) ist im Landtag so durchgepaukt worden. Wie der „Landesvater“ glauben wahrscheinlich auch die meisten Entscheidungsträger dort, dass der Bedarf auch für Sport und Schwimmbäder „zu 100 %“ eingerechnet worden ist. Doch das ist, wie mehrfach hier dargestellt, nur die halbe Wahrheit. Weil im so genannten Korridorverfahrenden kommunen Ausgaben von insgesamt 814 Mio. € (das sind über 8 Prozent) nicht anerkannt worden sind, ist zu wenig in der Verteilung. Und die Weichen sind falsch gestellt an diesem „Verschiebebahnhof“ KFA: Für Theater, Kurbäder und Stationierungsstreitkräfte gibt es was. Frankfurt erhält sogar einen „Metropolzuschlag“…aber ein „Bonus für Bäder“ ist nicht drin. Traurig aber wahr. Wir bleiben dran!

Nachdem aus dem Finanzministerium keine Antwort mehr kommt, haben wir an den Ministerpräsidenten geschrieben (hier der Brief 150630BriefMP_KFA_ Bonus) . Volker Bouffier hat dem Freizeitbad „Panoramablick“ wie vielen Einrichtungen in Hessen geholfen, als er Minister des Inneren und für Sport war: Mit einem 50 Millionen Euro starken Hallenbad-Investitionsprogramm (HAI) wurde die Modernisierung und Sanierung von Schwimmbädern gefördert. Diese Fortschritte nun aufs Spiel zu setzen, wenn bei der Reform des so genannten Kommunalen Finanzausgleichs (KFA) nichts für die Hallenbäder mit Vereinssport und Schulschwimmen getan wird, können wir im „Sportland Hessen“ nicht verstehen. Und dabei kostet es das Land noch nicht einmal Geld, denn der KFA verteilt kommunale Mittel. Und es ist eine Frage des Ausgleichs, das einige Gemeinden – in unserem Fall sogar gemeinsam – ein Schwimmbad betreiben und der Rest der Region nimmt das fröhlich in Anspruch. Wenn dieser Tage etwas von einer „Einigung“ oder einem „Kompromiss“ zwischen Land und Kommunen durch die Medien geistert….nehmen Sie es nicht für bare Münze. Wenn das Land großzügig Mittel des Bundes an die Kommunen weiterleitet, für die das Geld ja auch bestimmt war, nehmen wir das Angebot freilich gerne an. Das entbindet Hessen aber nicht, seine Hausaufgaben zu machen. Wenn die Aufwendungen für Kinderbetreuung, Kultur und Sport angeblich in den Bedarf eingerechnet worden sind, muss es wohl am Pauschalabzug liegen, dass wir hier nichts davon erahnen oder gar sehen können…Bonus für Bäder, sonst gibt es Theater, lieber Landesvater!

Unseren Vorschlag für einen „Bonus für Bäder findet man zwar nicht im Gesetzesentwurf zur Neuregelung des Kommunalen Finanzausgleichs (KFA), aber dafür zunehmend in den Medien. Die „Frankenberger Allgemeine“ macht die Geschichte am 18.06.2015 sogar zum Tages-Thema mit Bericht auf Seite 1. (hier als PDF 150618HNABerichtBonus).

Bislang bekommen nur die Kur- und Heildbäder in Hessen aus dem so genannten „Bäderpfennig“ zusammen rd. 13 Millionen Euro, wie hier ein Beispiel aus Bad Endbach. Nicht, dass die normalen Hallenbäder das den Nachbarn nicht gönnen, aber dazu passt die Antwort aus Wiesbaden nicht, ein „Bonus für Bäder“ könne es nicht geben. Die Standort-Kommunen von Kurbädern erheben mitunter eine Kurtaxe, bei den einzelnen Anwendungen zahlen zudem die Krankenkassen. Das bleibt den „normalen“ Hallenbädern verwehrt… Wir bleiben dran!

Die bisherige Antwort aus dem Finanzministerium (hier zum nachlesen: 150529 HMdF Finanzausgleich Hallenbäder ZV Bonus) ist keine, findet Verbandsvorsteher Götz Konrad. Der Eschenburger Bürgermeister ist als „Schwimmbad-Chef“ enttäuscht über einen Schriftsatz, den Finanzminister Dr. Thomas Schäfer unterzeichnet hat: Der vielerorts im Land formulierte Wunsch nach einem „Bonus für Bäder“ ist bei den Beratungen über den neuen Kommunalen Finanzausgleich (KFA) bislang nicht berücksichtigt worden.

„Im Ergebnis ist der Finanzbedarf durch den Betrieb eines Hallenbades somit durch den neuen KFA gedeckt. Zusätzliche Zuweisungen oder gar die Einführung einer Umlage zur Schwimmbadfinanzierung sind nicht zu rechtfertigen“, heißt es in dem Schreiben.

„Geht nicht, gibt’s nicht“, entgegnet Bürgermeister Konrad und verweist auf die Zuschüsse für Theater, die im gleichen Gesetz geregelt werden, und vor allem auf den „Bäderpfennig“, der im KFA an 30 Kurorte in Hessen jährlich 13 Millionen Euro verteilt. „Alle übrigen Hallenbäder dienen zwar ,nur‘ der normalen Gesundheit, dem Schulschwimmen und dem Vereinssport, aber wir erhalten weder Zuwendungen der Krankenkassen oder erheben Kurtaxen“, so Konrad.

Was den Verbandsvorsteher am meisten an dem Schreiben des Hessischen Ministeriums der Finanzen (HMdF) ärgert, ist die Empfehlung, Interkommunale Zusammenarbeit anzustreben, die IKZ-Beratungsangebote des Landes zu nutzen und das „weitere Verfahren der Neuordnung des KFAS positiv zu begleiten“. Der Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ ist nämlich bereits 1969 als Kooperation der Vorgänger-Gemeinden der heutigen Kommunen Eschenburg und Dietzhölztal entstanden. 55 Prozent der jährlich rund 80.000 Besucher kommen indes von außerhalb.

„Weil die beiden Kreise schon fürs Schulschwimmen einen Beitrag leisten und keine weiteren Umlagen als die Kreisumlage und die Schulumlage erheben dürfen, gehen die Tipps des HMdF hier voll auf Tauchstation“, bemängelt Konrad.

Und dabei hatte der Wunsch nach einem „Bonus für Bäder“ prominente Unterstützung gefunden: Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes, hatte sich in Wiesbaden für eine Lösung in der Bäderfinanzierung eingesetzt.

In den 426 Städten und Gemeinden gibt es nach einer aktuellen Umfrage des Hessischen Schwimmverbandes (HSV) 153 Hallenbäder, von denen bereits 17 geschlossen sind. Die Tendenz steigt mit den Geldsorgen, die die meisten hessischen Kommunen plagen. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft DLRG beklagt seit Jahren, dass immer weniger Menschen Schwimmen lernen und die Gefahr zu ertrinken steigt. Dass dies auch für den Urlaub oder den Besuch am Baggersee gilt, hatten die Sportlehrer der nahen Holderbergschule in einem „Offenen Brief“ publik gemacht.

Bevor das Gesetz nun in die Beratung der Landtags-Gremien geht, hoffen Bürgermeister Konrad und viele Kollegen in Hessen, dass beim Gesetzgeber doch noch die Einsicht aufkommt, dass der neue Finanzausgleich eine „historische Chance“ ist, um hiermit den Fortbestand der Hallenbäder zu sichern.

Zuschüsse des Landes auf Investitionen
Insgesamt 390.000 € Zuschuss hat das Land Hessen für Investitionen im Freizeitbad „Panoramablick“ in den Jahren 2009 und 2012 bezahlt, als Volker Bouffier noch Innen- und Sportminister war. Damit konnte das Hallenbad durch Sanierung der Decke, moderne Lüftung und neue Steuertechnik auf den aktuellen Stand gebracht werden. Für den laufenden Betrieb will das Land Hessen indes keine Verbesserung für die Träger-Gemeinden schaffen, obgleich ein „Bonus für Bäder“ aktuell als historische Chance bei der Neuregelung der Kommunalfinanzen gilt. (Foto: Archiv)

„Sonst wären die 50 Millionen Euro regelrecht versenkt, die das Land Hessen – damals noch unter dem Sportminister Volker Bouffier – als Zuschuss für Investitionen in Schwimmbädern dankenswerterweise gegeben hat“, befürchtet Konrad. Im Freizeitbad „Panoramablick“ wurden in den Jahren 2008 und 2012 insgesamt 390.000 € vom Land als Förderung dazu gegeben, um die Technik an wichtigen Stellen auf den neuesten Stand zu bringen.

 


Am Donnerstag (27. Mai 2015) trifft sich Dr. Rolf Müller als Präsident des Landessportbundes Hessen (lsb h) mit dem Minister des Inneren und für Sport Peter Beuth und dem Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, um mit beiden über den „Bonus für Bäder“ zu sprechen. Landessportbund wie Schwimmverband sehen in der anstehenden Neuordnung des so genannten Kommunalen Finanzausgleichs (KFA) eine Chance für eine solidarische Lösung der Schwimmbad-Finanzierung.

In den 426 Städten und Gemeinden gibt es nach einer aktuellen Umfrage des Hessischen Schwimmverbandes (HSV) 153 Hallenbäder, von denen bereits 17 geschlossen sind. Die Tendenz steigt mit den Geldsorgen, die die meisten hessischen Kommunen plagen. Mehr hier in einer Pressemitteilung des lsb h.

Vorgeschichte: Aus unseren Besucher-Befragungen – zuletzt vom Förderverein akribisch ausgeführt – wissen wir: Mehr als die Hälfte unserer rund 80.000 Badegäste im Jahr kommen nicht aus den beiden Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal, die als Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ das Schwimmbad tragen. Interessanterweise kommen etwa 5 Prozent unserer Besucher aus Biedenkopf, der Heimatstadt von Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. Schon allein deshalb hatte vor geraumer Zeit Verbandsvorsteher Bürgermeister Götz Konrad bei ihm angefragt, ob eine solche regionale Leistung wie ein Schwimmbad über den so genannten Kommunalen Finanzausgleich (KFA) eine Förderung erfahren könne.

Frage an den Finanzminister: Dr. Thomas Schäfer (links) musste sich die Forderung nach einem "Bonus für Bäder" sogar auf Partei-veranstaltungen anhören.
Frage an den Finanzminister: Dr. Thomas Schäfer (links) musste sich die Forderung nach einem „Bonus für Bäder“ sogar auf Partei-veranstaltungen anhören.

Weil eine verlässliche Finanzierung der 426 Kommunen und 21 Kreise ab 2016 nun am Bedarf orientiert wird (www.kfa2016), erhöhte sich die Hoffnung, dass hierbei nun wirklich auch etwas für diese wichtigen Einrichtungen getan werde. Auch der Förderverein des Freizeitbads sprach mit der Frage „Bonus für Bäder“ Finanzminister Dr. Schäfer direkt an. Auch bei einer Veranstaltung der Kreisversammlung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes im März in Solms, als etliche Landtagsabgeordnete dabei waren, wurde dieser Vorschlag unterbreitet . „Bonus für Bäder, sonst gibt es Theater!“, spielten einige darauf an, dass Einrichtungen wie Theater eine direkte Zuweisung aus dem KFA erhielten, aber für Schwimmbäder keine spürbare Entlastung bei den Trägern erkennbar sei.

Als die Hessenschau am 31.03.2015 einen Beitrag  ausstrahlte mit dem Titel  “Neues Modell soll Schwimmbäder retten” (Video hier im Internet) wurde die landesweite Bedeutung unserer Bonus-Forderung deutlich: Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbund Hessen, hatte kurz zuvor eine solche Lösung für die Bäder gefordert. Für den LSBH ist es nun ein beherrschendes Thema im Jahr 2015, die Bäderfinanzierung neu zu ordnen (-> hier geht es zum Schwerpunkt-Thema „Den Trägern steht das Wasser bis zum Hals“).

Bei der anstehenden Einwohnergewichtung könne ein solcher „Bonus für Bäder“ leicht eingerechnet werden, heißt es im Vorschlag des Zweckverbandes „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ an das Land Hessen (-> hier der Brief ans Ministerium 150402 ZV Bonus für Bäder KFA 15015). „Ein ‚Bonus für Bäder‘ kann davor schützen, dass weitere Schwimmbäder schließen. Die KFA-Reform ist dafür eine historische Chance“, schrieb Eschenburgs Bürgermeister Götz Konrad kurz vor der ersten Lesung des Gesetzes an viele Landtagsabgeordnete.

Bleibt nun zu hoffen, dass bei der Neuregelung der Kommunalfinanzen auch daran gedacht wird. Bonus für Bäder, sonst gibt’s Theater!

Benefiz fürs Babybecken

Neue Babybecken macht Freizeitbad wieder familienfreundlich

Das neue Babybecken
Helle Freude: Mit lautem Johlen haben die Kinder das neue Babybecken in Betrieb genommen. Damit ist das Freizeitbad „Panoramablick“ familienfreundlicher als je zuvor.

Vom 28. Februar bis 4. Mai wurde gebaut, nun ist das neue Babybecken fertig. Mit heller Freunde haben viele Kinder das neue Babybecken im Freizeitbad „Panoramablick“ in Betrieb genommen.

Die nachhaltige Edelstahl-Konstruktion war nötig geworden, weil der 20 Jahre alte Kunststoff-Pool nicht mehr dicht war. Der Förderverein um Stefan Nadler machte aus der Not eine Tugend und sammelt Spenden für die Nachhaltigkeit dieses Projektes. „Jeder Euro hilft dem Schwimmbad in den kommenden 25 Jahren“, erläutert Bürgermeister Götz Konrad die Ergebnisrechnung.

Unbezahlbar blieb der Spaß, den das neue Becken auch einem 89-Jährigen bereitete, der zufällig von der kurzen Start-Zeremonie mitgerissen wurde. Bei allem Abstand und mit aller Vorsicht hat das Freizeitbad nun auch den Whirlpool wieder geöffnet und das Tagesticket frei gegeben, sodass keine besonderen Corona-Auflagen mehr bestehen.

Nachhaltig: Jeder € Spende entlastet Schwimmbad in den nächsten 25 Jahren

„Benefiz fürs Babybecken“ wird weiter gesammelt. Jeder Euro, den der Förderverein für dieses Vorhaben sammeln kann, hilft dem Freizeitbad durch die nächsten 25 Jahre. Wie geht das? Der Großteil des rund 150.000 € teuren Projektes wird über 25 Jahre abgeschrieben. Das hat zur Folge, dass in dieser Zeit jährlich 6.000 € als Abschreibung in der Ergebnisrechnung als Aufwand auftauchen und erwirtschaftet werden müssen. Wird die Investition über eine Spende oder  Förderung finanziert, wird dieser Betrag auf der anderen Seite in die Waagschale geworfen als Ertrag. Die Spende wird als „Sonderposten“ verbucht und ebenfalls über 25 Jahre hinweg „ertragswirksam aufgelöst“. Jeder Euro Spende hilft also dem Freizeitbad „Panoramablick“ über die nächsten 25 Jahre.

Ein Ersatz-Neubau des Babybeckens war notwendig geworden, nachdem bei der Corona-Schließung 2020 die massive Leckage am Plastik-Pool aufgefallen und war während dieser Zeit einfach nicht mehr zu reparieren.  Der alte Clown steht noch im Foyer und sammelt Spenden. Das Becken aus dem Jahr 2001 wurde  deshalb ersetzt durch ein Edelstahl-Becken mit bunten Attraktionen.

DLRG setzt sich für die Rettung von Schwimmbädern ein

Spende und Solidarität (von links): Michael Dimmer und Dirk Guse von der DLRG-Ortsgruppe Aartalsee überbringen die Spende an Fördervereins-Vorsitzenden Stefan Nadler. Verbandsvorsteher Götz Konrad, die Freizeitbad-Förderer Harald Pfeifer und Roland Eckhardt sowie Betriebsleiter Frank Happel freuen sich.
Spende und Solidarität (von links): Michael Dimmer und Dirk Guse von der DLRG-Ortsgruppe Aartalsee überbringen die Spende an Fördervereins-Vorsitzenden Stefan Nadler. Verbandsvorsteher Götz Konrad, die Freizeitbad-Förderer Harald Pfeifer und Roland Eckhardt sowie Betriebsleiter Frank Happel freuen sich.

Gekommen, um zu bleiben – das ist auch die DLRG Ortsgruppe Aartalsee. Die Hilfsorganisation bietet nicht nur Training für Mitglieder, sondern Rettungsschwimmer-Ausbildung und Seepferdchen-Schwimmkurse an. Damit soll ein „Stützpunkt Dietzhölztal-Eschenburg“ aufgebaut werden. Obwohl die DLRG-Schwimmer für die Nutzung des Schwimmbades zahlen, haben sie nochmal gesammelt und eine Spende über 500 € überreicht. „Das ist nicht nur eine Spende, sondern Solidarität“, freute sich Verbandsvorsteher Götz Konrad. „Die DLRG ruft zur Rettung der Schwimmbäder in Deutschland auf, weil ohne Schwimmbäder niemand schwimmen lernen kann.“

Während der Sanierungs-Schließung der Aquarena in Dillenburg ist auch der DLRG Bezirk Dill hier untergekommen.  Was viele nicht wissen: Derzeit nur im Freizeitbad „Panoramablick“ können Lehrer im nördlichen Kreis ihre Rettungsfähigkeit unter Beweis stellen, was für den Schwimmunterricht aller Schulen benötigt wird.

Immer mehr Spenden fürs neue Babybecken tauchen auf

Spende Unterwasserclub
Spendabler Gast: Fördervereins-Kassiererin Daniela Scheffel (links) nimmt vom HUC-Vorstand (v. l.) Rudi Stempfle, Bernhardt Conrad und Eveline Richter entgegen. Verbandsvorsteher Götz Konrad (rechts) freut sich über die Finanzierungs-Fortschritte.
Anonym hat ein Spender dem Schwimmbad-Team 1.000 Euro gespendet.

„Wir sind doch froh, hier zu sein“, sagt Rudi Stempfle. Der Herborner Unterwasser-Club (HUC) hat donnerstags einen Platz im Freizeitbad „Panoramablick“ gefunden. Der 1988 gegründete Verein hat früher im Herborner Wellenbad trainiert. Heute nennen die 157 Mitglieder eigentlich die „Aquarena“ in Dillenburg „ihr“ Schwimmbad, doch wegen der Sanierung ist dort kein Tauchgang möglich. Als Dankbarkeit, in Eibelshausen zu schnorcheln und zu tauchen, hat der HUC nun eine Spende von 500 € für Babybecken überreicht. „Ihr wollt also, dass das neue Becken was taucht“, witzelte Verbandsvorsteher Götz Konrad bei der Übergabe.

Wer braucht, bekommt freilich eine Spendenquittung vom Förderverein. Dafür sollte die Spenden am besten über das bekannte und benannte Konto laufen. Anonym, aber direkt hat ein Spender dem Schwimmbad-Team dieser Tage eine Überraschung gemacht. In einem Umschlag ohne Absender lagen 1.000 Euro als „Spende für das Schwimmbad Eibelshausen“.  „Das hilft der ganzen Region“, freute sich Fördervereins-Vorsitzender Stefan Nadler.

Eltern spenden 1500 Euro Erlös der Kinderkleiderbörse fürs Babybecken

Spendenübergabe im alten Babybecken (von links): Stefan Nadler und Daniela Scheffel vom Förderverein freuen sich über den Erlös der Rittershäuser Kinderkleiderbörse, den Julia Ciliox und Sandra Becker überreichen. Roman Vomrath vom Freizeitbad und Bürgermeister Götz Konrad freuen sich über das Engagement der Eltern
Spendenübergabe im alten Babybecken (von links): Stefan Nadler und Daniela Scheffel vom Förderverein freuen sich über den Erlös der Rittershäuser Kinderkleiderbörse, den Julia Ciliox und Sandra Becker überreichen. Roman Vomrath vom Freizeitbad und Bürgermeister Götz Konrad freuen sich über das Engagement der Eltern

„Das ist ein gutes Zeichen, dass die Eltern im Dietzhölztal sagen: Das ist unser Schwimmbad und wir brauchen ein Babybecken“, freut sich Stefan Nadler. Der Vorsitzende des Fördervereins Freizeitbad Panoramablick staunte nicht schlecht, als ihm eine Spende fürs Babybecken angekündigt wurde.

1.500 € sind der Erlös der Kinderkleider- und Spielzeugbörse. Unter den Problemen der Pandemie konnte der farbenfrohe Basar Anfang September im Rudolf-Loh-Center stattfinden. Nachdem die Eltern-Initiative alle Kindergärten in der Gemeinde Dietzhölztal bedacht hatte, kam der Spendenaufruf für ein neues Babybecken gerade recht.

„Uns ist es wichtig, dass der Erlös den Kindern in der Umgebung zugute kommt“, sagte Sandra Becker bei der Spendenübergabe. Zusammen mit Julia Ciliox überreichte sie den Scheck und erzählte, wie die Eltern-Initiative als „Team farbenfroh“ mittlerweile als Abteilung des CVJM Rittershausen arbeitet. Eine Handvoll Eltern ist das ganze Jahr über mit der Kinderkleider- und Spielzeugbörse befasst, bei der Veranstaltung sind gut 20 Personen ein Wochenende über eingebunden.

Das Vorsortieren der Kleidung und des Spielzeugs an vielen Tischen füllt das Rudolf-Loh-Center in Rittershausen; diese Mehrzweckhalle war im September auch unter Corona-Sicherheitsregeln groß genug.

Der Veranstalter „verdient“ an der Teilnehmer-Gebühr pro Etikette und einem Zehntel des Verkaufserlöses mit, auch beim Kuchenbuffett kommt – Stück für Stück – Geld zusammen. Das funktioniert aber auch nur, weil viele für das Kuchenbuffett spenden und beim Helfen keine Rechnung stellen.

„Diese 1.500 Euro sind ein wichtiger Beitrag, wenn man die Mühe dahinter erahnt, die sich viele Eltern gegeben haben“, lobt Bürgermeister Götz Konrad als Schwimmbad-Verbandsvorsteher das Engagement. „Das Babybecken ist für uns alle wichtig und zeigt, dass das Schwimmbad die Sportstätte für alle ist“, ergänzt Stefan Nadler.

Für den Förderverein des Freizeitbads nahm Kassiererin Daniela Scheffel die 1.500 € gerne auf. 22 solcher privater Spenden sind bereits eingegangen. Der Förderverein kann bereits ein Drittel der etwa 150.000 € Kosten aufbieten. Das neue Babybecken aus Edelstahl ist bereits bestellt worden, damit der Einbau während der nächsten Sanierungs-Schließung (28. Februar bis 20. März) laufen kann. Zur nachhaltigen Komplett-Finanzierung des Babybeckens und zur Gestaltung mit Attraktionen werden noch weitere Spender und Sponsoren gesucht. Hierbei können auch noch Wünsche geäußert werden, ob Rutsche, Krabbe, Wasserkanone, Sprühbogen, Nashorn oder andere Attraktionen den Badespaß im Babybecken steigen.

Berndorf Bäderbau (Breitscheid) baut Becken

Beckenbauer
Beckenbauer: Berndorf Bäderbau hat das Edelstahl-Becken in Edelstahl solide gebaut.

Nach einer Ausschreibung ist der Auftrag nun vergeben worden, damit auch das neue Babybecken bei der nächsten Sanierungs-Schließung ab dem 28. Februar 2022 eingebaut werden kann. Für die Erneuerung des marode gewordenen Babybeckens sind drei Firmen angeschrieben worden. Als einziges hat die Firma Berndorf Bäderbau, die ihren Deutschland-Sitz in Breitscheid hat, ein Angebot abgegeben. Für ein Edelstahlbecken in den Maßen 6,00 x 6,00 m, einer Wassertiefe von 0,25 bis 0,30 m und einer Wasserfläche von rd. 34 Quadratmetern wird ein Auftrag über 106.423 € erteilt.

Die Verbandsversammlung hatte bei ihrem Beschluss zur Erneuerung des Babybeckens am 28.10.2021 vorgeschlagen, die Mittel aus der Liquidität „vorzustrecken“, ehe die Überschüsse aus den Jahresrechnungen an die beiden Gemeinden zurückfließen. Die Finanzierung des Freizeitbads wird nachhaltig, wie die jährliche Auflösung von Sonderposten auf der Ertragsseite der Ergebnisrechnung zeigt. Der Förderverein des Freizeitbads „Panoramablick“ sammelt deshalb weiter Spenden, damit ein neues Babybecken in Edelstahl nachhaltig gebaut werden kann.

Helfen auch beim Online-Handel

Einen „Benefiz fürs Babybecken“ gibt es auf Initiative des Vereins auch über den Online-Handel: Bei Amazon Smile ist der „Foerderverein Freizeitbad Panoramablick“ gelistet. Einmal bei smile.amazon.de registriert, gibt Amazon angemeldeten Organisationen 0,5% der Einkaufssumme weiter, ohne Extrakosten für die Käufer. Direkte Spenden an den Förderverein kommen dem guten Zweck komplett zugute.

Förderverein Freizeitbad

 

 

 

 

 

 

smile.amazon.de

 

 

 

Corona-Modus: Selbstverantwortung ist der Schlüssel zur Sicherheit

Selbstverantwortung ist der Schlüssel zur Sicherheit

Sie selbst sind der beste Schutz: Abstand halten zu Wasser, zu Lande und in der Luft

Die Corona-Regel im Schwimmbad ist ganz einfach: Es dürfen alle rein – nur das Virus nicht!

Im gechlorten Wasser, so gilt weiter die fachlich fundierte Annahme, fühlt sich auch das Corona-Virus nicht so wohl wie die Besucher. Die im Hallenbad ohnehin herrschende hohe Hygiene hat das Schwimmbad-Team nochmals erhöht. Nach dem erarbeiteten Hygiene-Konzept ist die Reinigung von Türklinken, Handläufen und Kontaktflächen auf den Stundentakt verkürzt worden.

Darüber hinaus ist jeder Besucher für Sicherheit verantwortlich. Risikopersonen sollen besser zuhause bleiben, sagen die Corona-Vorschriften. Und auch schon nach der bisherigen Haus- und Badeordnung sollte niemand Schwimmen gehen, der krank ist oder sich nicht gut fühlt. Für die Sicherheit ist jeder Badbesucher verantwortlich.

Info: Fragen können Sie auch per E-Mail an die Adresse freizeitbad@eschenburg.de richten. Während der Öffnungszeiten ist das Team im Bad unter Telefon 02774 71140 zu erreichen.

 

Haushalt 2021

„Sonderposten“ machen Badbetrieb günstiger

Wir sind froh und stolz: Mit 80.000 € unterstützt das Land Hessen unseren nächsten Sanierungs-Schritt, den wir nun für 2021 planen können. Unter anderem muss ein mehr als 25 Jahre alter Heizkessel zur Spitzlastabdeckung schlauer ersetzt werden.

Die Kommunalaufsicht des Kreises hat den Haushalt für das Jahr 2021 genehmigt, den die Verbandsversammlung im November beschlossen hatte mit einem Volumen von 1,23 Mio. €. Der „vorgezogene Endspurt“ des Bauprogrammes soll in 2021 mit 80.000 € vom Land aus dem Förderprogramm SWIM und den weithin geplanten Zuweisungen der Mitgliedsgemeinden begonnen werden. Eine Ladestation für Elektrofahrzeuge (7.000 €) ist mit einem Sperrvermerk belegt. Die Mittel will die Verbandsversammlung freigeben, wenn womöglich auch hierfür eine Förderung gefunden wird und bessere Angebote vorliegen.

Auf die Frage des Verbandsversammlungsvorsitzenden, was unter 5460100 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten“ denn für Sonderposten zu verbuchen sind mit 64 T€, konnten wir unser „Geheimrezept“ der Schwimmbad-Finanzierung noch einmal erklären: Zuschüsse für Investition werden ertragswirksam über die Nutzungsdauer des Anlagegutes aufgelöst. Es handelt sich um Landeszuschüsse aus dem Investitionsprogramm „HAI“ (390 T€), Zuweisungen der Mitgliedsgemeinden Eschenburg und Dietzhölztal zur Finanzierung des 500 T€ umfassenden Bauprogrammes 2017-2022 (demnach von Eschenburg und Dietzhölztal bislang 333 T€ aufgebracht worden sind), Zuschüsse der EKM gGmbH (78 T€) und Zuschüsse des Fördervereins (rd. 70 T€).

Was seit dem Jahr 2000 investiert worden ist und was derzeit ansteht, findet sich im Bauprogramm.

Was kostet was, liest man im Haushaltsplan.

 

 

 

 

Neues aus dem Freizeitbad

+++ Neues aus dem Freizeitbad +++ Kurz notiert +++

Chlorgas-Technik erneuert: Bei einer Wartung mussten Sicherheitseinrichtungen des Chlorgasraumes genauer überprüft werden. Schadhafte Teile waren umgehend zu ersetzen. So waren die Gehäuseunterteile der Vakuumreduzierventile der Chlorgasflaschen schadhaft. Zwei Rückschlagventile von den Chlorgasinjektoren waren altersbedingt so marode, dass sie beim Ausbauen in Einzelteile zerfallen sind. Auch das Gaswarngerät musste erneuert werden, was allein 3.520,50 € netto unvorhersehbare Kosten ausmacht. Die Kosten für Wartung und Mängelbeseitigung belaufen sich auf ca.  6.130 € netto. Um auf den aktuellen Stand der Sicherheit zu kommen, fehlen noch einige Teile wie eine Neutralisationsanlage.

Sicherheit für Kassenautomat: Der Einbau einer vorgeschriebenen zertifizierten Sicherheitseinrichtung im Kassenautomat konnte für 6.696,34 € von der Firma EWV Kontrollsysteme günstiger vorgenommen werden, weil die Installation und Inbetriebnahme per Fernwartung und ohne Vor-Ort-Termin ausgeführt werden konnte. Oder: Der Einbau durch eigene Kräfte hat uns die Dienstleistungen vor Ort für rd. 1.530 € laut Angebot gespart.

Schwimmbad „stand by“, Team in Kurzarbeit: Für die komplette Mannschaft im Bad haben wir Kurzarbeit beantragt. Eine Genehmigung von der Agentur für Arbeit haben wir auch bekommen, aber zunächst nur für die Reinigung. Für den Stand-By-Betrieb des Bades ist der Einsatz der Aufsicht zeitweise erforderlich, was in der Spitzabrechnung beim Arbeitsamt anzugeben und vom Kurzarbeitergeld abzuziehen ist.

Zeit für Reparaturen genutzt: Der Austausch der LED-Leuchten im Außenbecken und das Abdichten des Babybeckens gehört zu den Arbeiten, die zwischenzeitlich geleistet wurden. Für die Erneuerung der LED-Beleuchtung im Außenbecken will der Förderverein die Kosten wieder übernehmen.

Kreis behält Zuweisung bei: Auch wenn wegen Corona das Schulschwimmen ausfällt, sollen die Zahlungen des Kreises dafür unvermindert laufen und so viele Teilnehmer mit 4 € jeweils berechnet werden wie 2019.

Sportschau berichtet: Weitergehende Hilfen für Schwimmbäder, wie sie jetzt wieder verstärkt gefordert werden, weisen wir auf unseren „Bonus für Bäder“ (www.freizeitbad-panoramablick.de/bonus) als Vorschlag hin. Über die Schließung der Bäder und die Folgen berichtet die „Sportschau“ im Internet (www.sportschau.de).

Steuer macht Schulschwimmen teuer: Obwohl viele die Wichtigkeit des Schulschwimmens betonen, haben wir dafür nun viel „Lehrgeld“ zahlen müssen. Die Finanzverwaltung sieht anders als der Kreis das Schulschwimmen als „hoheitliche“ Tätigkeit an, die nicht der Umsatzsteuer unterliegt. Um sich nicht hierbei der Steuerhinterziehung schuldig zu machen, haben wir für die Jahre 2009 bis 2018 unsere Umsatzsteuer und die Kosten für das Schulschwimmen untersuchen müssen, das an drei Vormittagen der Woche in unserem Bad stattfindet. Die Bußgeld- und Strafsachenstelle sieht nun darin eine „leichtfertige Steuerverkürzung“, weil wir als Nichtsteuerexperten diese komplizierte Sachlage so nicht erkennen konnten. Nachzahlungen an Umsatzsteuer und Zinsen sowie Prüfungskosten sind zusammengerechnet 34.526,96 € an unvorhersehbarem Aufwand. Das wiegt dennoch weniger schwer als das Risiko, künftig die Vorsteuer nicht mehr „ziehen“ zu können oder den Aufwand betreiben zu müssen, zwischen Schulschwimmen und Normalbetrieb bei jeder Einkaufsrechnung aufzuteilen.

Land Hessen gibt 80.000 € mit für den nächsten Sanierungs-Schritt

Wir sind froh und stolz: Mit 80.000 € unterstützt das Land Hessen unseren nächsten Sanierungs-Schritt, den wir nun für 2021 planen können. Unter anderem muss ein mehr als 25 Jahre alter Heizkessel zur Spitzlastabdeckung schlauer ersetzt werden.

Die jährliche Revision war „vorgezogen“ und während der Corona-Schließung abgearbeitet, da kam vom Land Hessen der Bescheid für den nächsten Sanierungs-Schritt. Für 2021 kann das Freizeitbad „Panoramablick“ nun eine Sanierung planen und dabei mit 80.000 € Zuschuss vom Land Hessen rechnen.

Auf die Anmeldung zum Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm (SWIM) wurden wir im März 2020 aufgefordert, einen genauen Antrag zu stellen. Anstehende Arbeiten mit einem Volumen von rd. 268.000 € netto wurden angemeldet und auf 70 Seiten Antrag begründet. Mit Datum 08.07.2020 und mit der Unterschrift von Staatssekretär Stefan Heck kam der Zuwendungsbescheid mit  23 Seiten Bestimmungen und Formularen.

Mit unserem Vorhaben „Bauliche Erneuerung und energetische Optimierung des Hallenbads“ möchten wir gemeinsam mit dem Land Hessen:

  • Schlaue Technik zur Spitzlastabdeckung einsetzen und einen fast 25 Jahre alten Heizkessel mit 760 kW ersetzen,
  • die MSR-Technik komplettieren für eine sinnvolle und sparsame Steuerung,
  • die Besuchertoiletten im Eingangsbereich aus der Anfangszeit des Bades in die Moderne führen,
  • die Füllstandsanzeige, Bedienung und Überwachungstechnik verbessern,
  • weitere Pumpen effizient erneuern.

Sehr passend schreibt uns das Hessische Ministerium des Inneren und für Sport in den Bewilligungsbescheid: „Der örtlichen Feuerwehr ist die geförderte Sportanlage zur Nutzung für Sport- und Bewegungsangebote sowie zur Austragung von Wettbewerben und sportlichen Aktivitäten der Jugendfeuerwehren und Einsatzabteilungen im Rahmen der üblichen Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, sofern die Anlage dadurch in ihrem Zustand nicht negativ beeinträchtigt wird oder die Nutzung dem Zuwendungszweck entgegensteht. Bei der Zuteilung von Nutzungszeiten sollen die Belange der Feuerwehr angemessene Berücksichtigung finden.“ Das machen wir doch gerne, hat sich die Feuerwehr aus beiden Gemeinden auch in der Vergangenheit um die Sicherheits-Themen des Schwimmbads gekümmert. Und für die Fitness der Feuerwehrleute hat die Dietzhölztaler  Gemeindevertretung gerade Dienstsport für die Aktiven der Feuerwehr im Schwimmbad beschlossen. Den Beschluss möchten die Eschenburger Kollegen am 03.09.2020 fassen, sieht es eine Vorlage vor. Damit wäre auch Wunsch und Willen des Landes Hessen zu erfüllen.

Klima- und Umweltschutz im Freizeitbad Panoramablick

Die leistungsstarke Pumpe treibt den Strömungskanal an.

Im „Freizeitbad Panoramablick“ konnte eine sehr leistungsstarke, Strömungskanalpumpen gegen ein neues, hocheffizientes Pumpenaggregat ausgetauscht werden. Der Projektträger Jülich in Berlin hat auf Antrag den Austausch bezuschusst. Dies war aus Mitteln für „Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen“ möglich geworden. Der PtJ ist Projektträger für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau Reaktorsicherheit.

Die Maßnahme hat eine erhebliche Einsparung von Stromkosten und eine Verminderung des CO2-Ausstoßes zur Folge:

Die Stromeinsparung beläuft sich auf etwa 23.748 kW/a.
Die Einsparung des Ausstoßes des Treibhausgases CO2 wird etwa
280.200 kg, bezogen auf die Lebenszeit der Pumpe, betragen.

Allein schon aus diesen Gründen war der Austausch der Pumpe sehr sinnvoll. Darüber hinaus ist die neue Pumpe nun zu 100% korrosionsfest ausgeführt, so dass auch während der Stillstandsphasen ein Festsitzen auszuschließen ist. Die Wartungsfreundlichkeit und auch die zu erwartende Lebensdauer liegen auf einem Niveau, das die aktuelle Spitze der realisierbaren Technik widerspiegelt.

 

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab:

Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

 

Osteopathie-Praxis komplettiert „Panoramablick“

Alexandra Meddeb (rechts) eröffnet im Untergeschoss des Freizeitbades eine Praxis für Osteopathie. Verbandsvorsteher Götz Konrad gratuliert.

Im neuen Jahr ist eine neue Partnerin im „Panoramablick“: Alexandra Meddeb hat im Untergeschoss eine Praxis für Osteopathie eröffnet. Die staatlich geprüfte Heilpraktikerin kommt aus Rittershausen und hat ursprünglich Medizinisch-Technische Radiologieassistentin gelernt. „Im Rahmen dieser Tätigkeit sind mir im Laufe der Jahre immer wieder Patienten begegnet, deren Beschwerden in den verschiedenen bildgebenden Verfahren nicht nachvollziehbar waren“, erzählt die Dietzhölztalerin die Gründe für ihren Neustart. Nach berufsbegleitendem Fernstudium erhielt sie 2014 die Heilpraktikererlaubnis. Ebenfalls berufsbegleitend absolvierte sie in den Jahren 2015 bis 2019 ein berufsbegleitendes Osteopathiestudium am College Sutherland in Schlangenbad, das sie mit der staatlichen Prüfung durch das Regierungspräsidium Darmstadt erfolgreich abschloss.

„Mit der Massage-Praxis und dem Physiofit-Studio im Untergeschoss sowie dem Kursana-Domizil nebenan wächst unser Freizeitbad zum Gesundheitszentrum“, freut sich Verbandsvorsteher Konrad, als er den Neuzugang zur Praxiseröffnung besuchte. Mit der Begründung ist auch eine bessere Anbindung der Bushaltestelle „Panoramabad“ bereits beim Verkehrsverbund angeregt worden.

Kontakt: Alexandra Meddeb, Am Honigbaum 28, 35713 Eschenburg, Telefon: (02774) 9244855, Mobil: (0151) 53119444, Internet: www.osteopraxis-meddeb.de (Termine nach Vereinbarung).

Zum Jubel-Jahr gibt es drei Plätze „Premium“

Premium: Für drei große Banner haben wir noch Platz an der Glasscheibe am Bistro.

Die Bannerwerbung an der langen Wand des Freizeitbads ist komplett. 16 Partner von „Panoramablick“ sind dort mit Werbung vertreten, zwei sind auf der Dienstkleidung des Teams zu finden und eine Firma sponsert die Eintrittskarten. Nun schlägt das Freizeitbad ein neues Kapital auf: An der Glaswand zum Bistro gibt es nun Platz für „Premium“. Dort können Panoramablick-Partner größer und bunter werben als auf den Bannern an der langen Wand. War bislang 2 x 1 Meter das Maß aller Dinge, gehen an die Front drei Flächen mit 241×76 Zentimetern Größe. Diese Premium-Plätze vermietet das Freizeitbad für je 1.000 € im Jahr. Das ist doppelt so viel wie die Banner an der Seite kosten, bietet aber auch mehr Platz an prominenter Stelle. Und zu einer guten Zeit, steuern wir doch auf ein Doppel-Jubiläum zu: Der Zweckverband Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal wird 50 Jahre alt. Der Förderverein des Freizeitbads feuert 10. Geburtstag. Zusammen soll am 24. August gefeiert werden mit einer Schwimmbad-Party. Deshalb: Auf die Premium-Plätze, fertig, los! Interessenten an der Premium-Werbung im „Panoramablick“ können sich direkt an buergermeister@eschenburg.de wenden.

Werbung im Freizeitbad Panoramablick

Mehr Besucher, mehr Betriebssport im Bad

Im Jahr 2018 hatte das Freizeitbad „Panoramablick“ 62.001 Besucher im Badebetrieb. Hierin enthalten sind 825 Nutzungen von Jugendlichen mit Ferienpass. Hinzu kommen 11.458 Schüler.

Unsere Kooperation mit Interfit hat im vergangenen Jahr allein uns 281 Besuche gebracht, für das der Betriebssport-Verbund dem Freizeitbad pauschal 6 Euro erstattet. Das bietet sich auch für kleine Betriebe als gute Möglichkeit an.

Die Vergünstigung für die Inhaber der Ehrenamtscard, die gemäß Beschluss der Verbandsversammlung den Jugendlichen-Tarif bezahlen, ist im vergangenen Jahr 36 Mal genutzt worden.