Kategoriearchive: Allgemein

Neustart 1: TV schafft ersten Schwimmwettkampf seit 30 Jahren

TV Eibelshausen baut selbst Wendebleche für Wettkämpfe

Start frei für Wettkämpfe: Der Turnverein Eibelshausen braucht für Wendebleche Sponsoren. Mit der schlauen Edelstahlkonstruktion können wieder mehr Wettkämpfe im Schwimmbad ausgetragen werden.

Am 2. Dezember bliebt das Freizeitbad „Panoramablick“ für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen. Grund war das 1. Eibelshäuser Adventsschwimmen, der erste Wettkampf des TV Eibelshausen in „eigener“ Halle seit 30 Jahren. 1987 war das letzte Schwimmfest in Eibelshausen, da hatte das Schwimmbad noch nicht einmal den Namen „Panoramablick“. Außenbecken, Dampfbad, Whirlpool und Baby-Badelandschaft gab es noch nicht. Und heuer war es schwer, das Bad wieder wettkampftauglich zu machen. Standard sind nämlich heute diese Wendebleche, die gerade auf der 25-Meter-Bahn Schwung für die Retoure geben sollen. Und die gab es für unser Schwimmbad noch nicht und sie kann man auch nicht für schmales Geld kaufen.

Michael Stenger, ein Eibelshäuser Schwimmer der ersten Stunde, hatte die zündende Idee: Statt bei den Kommunen um Geld zu betteln, warb er für seine Idee, die Wendebleche selbst bauen zu wollen. Die Klemm-Konstruktion war so genial, dass wir ihn für das Bad genehmigen konnten. Und statt Geld gab es einen Tag Schwimmbad für den Wettkampf. Denn der Turnverein Eibelshausen hat das Material aus heimischem Edelstahl vorfinanziert und sucht nun Sponsoren und Förderer für diesen einfallsreichen Eigenbau.

Hier der Bericht „Gastgeber holten 39 Mal Gold“ aus mittelhessen.de

 

BHKW im Bad

BHKW im Bad liefert 8.033 Stunden im Jahr Strom und Wärme

Das „blaue Wunder“: Das Blockheizkraftwerk lief im vergangenen Jahr 8.033 Stunden und ist damit Spitzenreiter in der Disziplin Kraft-Wärme-Kopplung. (Foto: Krentscher)

Bei der 8. Energie-Messe liefert das Freizeitbad nicht nur ein paar Gutscheine für die Tombola, sondern das Top-Ergebnis in der Disziplin Kraft-Wärme-Kopplung. Das „blaue Wunder“, wie das Blockheizkraftwerk auch bei Techniktouren im Schwimmbad angekündigt wird, ist im vergangenen Jahr 2016 insgesamt 8.033 Stunden gelaufen. Auf zusammengerechnet 37.773 Betriebsstunden kam das BHKW vom Typ „Buderus Loganova EN50“ damit seit seinem Einbau im Jahr 2012.
Mit günstigem Erdgas, das zusammen mit der Gemeinde Eschenburg und der Stadt Dillenburg massenbezogen auf drei Jahre ausgeschrieben worden war, erzeugte der Motor im vergangenen Jahr neben 653.670 Kilowattstunden Wärme auch 383.680 kWh Strom. Fast 90 Prozent von diesem Strom werden auch wieder im Bad selbst verbraucht.
Der Einbau des ersten BHKW im Jahr 1996 war eine Zeitenwende für den Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“. Besser gepflegt als so manches Scheckheft, hat das Aggregat aus dem Hause Köhler & Ziegler 223.520 Betriebsstunden

besten Badespaß und viel warmes Wasser bereitet.
Für die Gemeinde Eschenburg war das BHKW im Bad Vorbild für einige Heizungs-Erneuerungen, an denen in der Grundlast vieles hängt: Im Keller der Grundschule Hirzenhain (wo auch das Dorfgemeinschaftshaus an der Heizung hängt), das Dienstleistungszentrum in der alten Schuhfabrik, die Mehrzweckhalle in Wissenbach und zuletzt das Rathaus im

Lief fast so gut, wie der „Otto-Motor“ links: Das alte BHKW lief von 1996 bis 2012 223.520 Betriebsstunden. Eschenburgs Ehrenbürgermeister Otto Friedrich Schlemper hat den Zweckverband fürs Schwimmbad 1969 gegründet. (Foto: Konrad)

Nahwärmeverbund mit dem Bürgerhaus waren ideale Einsatzmöglichkeiten für Kraft-Wärme-Kopplung. Die Motoren haben alle 5,5 Kilowatt elektrische Leistung – ein Zehntel des Bad-BHKW – und können in solchen Häusern viel für den Eigenverbrauch liefern.
Verglichen mit dem „Blauen Wunder“ im Bad leistet die Microgasturbine beim Abwasserverband weniger. Mit bis zu 30 kW Leistung sind im vergangenen Jahr 128.486 Kilowattstunden eingespeist worden. Dazu muss man wissen, dass die Abwärme die Heizung für den Klärprozess spart und dass das Gas sonst abgefackelt werden müsste.
Info: Mehr Betriebsgeheimnisse aus dem Bad verrät die Seite http://schwimmbad.klank-media.de/techniktour im Internet. Am 3. Oktober ist wieder Technik-Tour zum „Türöffner-Tag“.

Zukunft fürs Freizeitbad: Zustimmung aus beiden Gemeinden

Neue Satzung erhält Zustimmung in den Parlamenten

Das Glanzlicht im Dietzhölztal: Das Freizeitbad "Panoramablick" ist für die beiden Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal eine wichtige Freizeiteinrichtung - und darüber hinaus für die ganze Region. (Foto: Elevenpictures)
Das Glanzlicht im Dietzhölztal: Das Freizeitbad „Panoramablick“ ist für die beiden Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal eine wichtige Freizeiteinrichtung – und darüber hinaus für die ganze Region. (Foto: Elevenpictures)

Der Zweckverband “Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal”, so heißt der 1969 gegründete Träger des Freizeitbad “Panoramablick”, hat am will am 12.12.2015 eine neue Satzung beschließen, in der erstmals das Defizit nach den tatsächlichen Einwohnern der beiden Mitgliedsgemeinden umgelegt wird. Nun müssen die Parlamente der beiden Mitgliedsgemeinden Dietzhölztal und Eschenburg zustimmen, damit die Grundlage des Miteinanders greift.

Gemäß § 19 KGG (Heranziehung der Verbandsmitglieder) wurde erstmals auch für die Umlage der ungedeckten Kosten des laufenden Betriebes die Einwohnerzahl der beiden Gemeinden (§ 17 der Verbandssatzung) herangezogen. Dieser Vorteilsmaßstab ist gängiger Verteilungsschlüssel. Im Übrigen lässt sich auch der Nutzen für beide Gemeinden im gleichen Verhältnis erkennen, wenn man z. B. die Zahlen beim Schulschwimmen, beim Ferienpass und bei den Besuchern betrachtet.

Die Investitions-Zuweisungen der beiden Gemeinden, die auf Vorschlag von Dietzhölztaler Vertretern seit dem Haushalt 2012 aufgenommen worden ist und noch nicht in der Satzung verankert war, hatte eine Aktualisierung der Satzung notwendig gemacht. Diese neue Regelung griff seit 2012 erstmals mit der Erneuerung des Dampfbades. Das ist an der Investitionsübersicht seit dem Jahr 2000 ist abzulesen, wobei der Förderverein ebenso viele Mittel eingebracht hat.
Nachdem letzte Fragen in einer ersten Beratungsrunde der Ältestenräte der beiden Gemeinden am 15.04.2015 geklärt worden war, sind die dabei geäußerten Änderungswünsche nach Stellungnahmen des Hessischen Städte- und Gemeindebundes und der Kommunalaufsicht beim Lahn-Dill-Kreis eingearbeitet und regeln vor allem

  • eine nötige 2/3-Mehrheit bei Beschlüssen der Verbandsversammlung
  • eine Übergangsfrist bis 2025 für den Fall einer vorzeitigen Auflösung des Zweckverbandes (bis dahin sollten alle Darlehen sein – eine Auflösung de Verbandes bis zu diesem Zeitpunkt würde eine Aufteilung der Verbindlichkeiten wie auch des Vermögens nach dem alten Umlagenschlüssel – 8 Prozent Dietzhölztal, 92 Prozent Eschenburg – bedeuten.

Nach einer weiteren Verhandlungsrunde kam von Seiten Eschenburgs ein Kompromissvorschlag, die Satzung erst zum 01.01.2017 in Kraft treten zu lassen.

Diese erneut geänderte Satzung hat die Verbandsversammlung des Zweckverbandes „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ am 12.12.2015 beschlossen.

Damit das neue Regelwerk in Kraft treten kann, müssen die Gemeindevertretungen der beiden Mitglieds-Gemeinden Zustimmung beschließen. Die Entscheidung fällt in Dietzhölztal am 14.12.2015 (18 Uhr DGH Ewersbach) in öffentlicher Sitzung. Dietzhölztals Gemeindevertretung hat mit 12 Ja und 9 Nein der neuen Satzung zugestimmt.

In Eschenburg wird die Gemeindevertretung wird am 17.12.2015 ihre entscheidende Sitzung haben, die um 18 Uhr im Bürgerhaus in Eibelshausen (Jahnstraße 3) beginnt und ebenfalls öffentlich ist. Eschenburgs Gemeindevertretung hat der neuen Satzung einstimmig zugestimmt.

Bauprogramm fürs Bad

Investitionen seit dem Jahr 2000 – und für die Zukunft!

Obwohl seit 1973 am Start, ist das Freizeitbad „Panoramablick“ jung und im Schwung. Wir haben Schritt für Schritt gemeinsam investieren können. Besonderheiten wie der Thermo-Behälter unter dem Außenbecken, der große Wärmetauscher im ausgedienten Heizöltank unter dem Schwimmerbecken und nicht zuletzt das erste Blockheizkraftwerk kamen bereits in den 90er Jahren. Seit dem Jahr 2000 haben wir insgesamt rd. 2,3 Mio. € in Substanzerhalt und Innovation angelegt. Davon kam fast eine halbe Million Euro als Zuschüsse vom Land, von der EKM gGmbh und vor allem von unserem Förderverein. Der Förderverein hat in den Jahren 2010 bis 2016 die Summe von 34.522,32 € in das Freizeitbad investiert. Vielen Dank dafür!

Vorher – Nachher: Einen Unterschied wie Nacht und Tag hat die Sanierung 2008/2009 ergeben, bei dem nicht nur die Unterdecke erneuert wurde, sondern eine Sanierung bis an die tragenden Teile der Dachkonstruktion ging und mit einer modernen Lüftung auch die Möglichkeit der Wärmerückgewinnung gab.
Jahr Sanierung / Modernisierung Betrag Zuschuss
2001 Anbau mit Baby-Badelandschaft, Whirlpool 560.000 €
2003 Neugestaltung Eingangsbereich außen 50.000 €
2004 Außendämmung, Kassenautomat 90.000 €
2005 Umbau UG Fitnessstudio, Erneuerung Leitungssystem 99.000 €
2006 Austausch Fenster Umkleiden und Untergeschoss 23.000 €
2007 Erneuerung WC und Trennwände 13.000 €
2008 Umbau Kellerräume für gewerbliche Nutzung 7.000 €
Erneuerung Filter Außenbecken 22.000 €
2009 Erneuerung Lüftung mit Wärmerückgewinnung 443.000 € 300.000 € Land Hessen
Erneuerung Unter- und Abhangdecke 234.000 €
Erneuerung Stahlbeton-Dachträgerkonstruktion 170.000 €
Erneuerung Glasscheiben über Babybecken und Whirlpool 18.000 €
2010 Filterbehälter für Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken 53.000 €
2010 Defibrillator 1.200 € 1.200 € Förderverein
2011 Brandschutzkonzept 30.000 €
Abhangdecke Praxisräume 3.000 €
2011 Laufställchen 600 € 600 € Förderverein
2012 Erneuerung Außenbecken-Unterwasserbeleuchtung LED 13.000 € 13.000 € Förderverein
Erneuerung Sicherheitsbeleuchtung 45.000 €
Erneuerung Elektrohauptverteilung und Trafostation 45.000 € 42.000 € EAM
Erneuerung Blockheizkraftwerk und MSR 200.000 € 90.000 € Land Hessen
Erneuerung Dampfbad 47.000 €
Gerätepool für Schulen und Vereine 0 € Förderverein
2013 Erneuerung Dosier-, Mess- und Regeltechnik Chlor 26.000 €
Brandschutzkonzept 10.000 €
Dunstabzugshaube Bistro 4.400 € 4.400 € Förderverein
2014 Zwei effiziente Umwälzpumpen 34.000 €
Erneuerung MSR & Elektro (Unterverteilung Bistro/Praxis) 6.000 €
Brandschutzkonzept 10.000 €
Trennwände Duschen mit Regalen und Haken 6.300 € 6.300 € Förderverein
2015 Brandschutzkonzept 15.000 €
Gesamt 2.278.500 € 457.500 € Zuschüsse

Anstehende Projekte / Bauprogramm

Und wir haben noch was vor. In einem „Bauprogramm“ ist genau aufgelistet, was wann „dran“ ist. Der gesamte Umkleidebereich ist wie auch die letzte alte Glasfront an der Eingangs-Seite noch Erstausstattung. Familienfreundlicher und Behinderten gerecht soll es in einer zeitgemäßen Umkleide zugehen. Für den gesamten Eingangsbereich haben wir überdies – zusammen mit dem Förderverein – Ideen entwickelt, das bisherige Bistro zu einer Begegnungsstätte auszubauen und den Kassenautomaten zu einer touristischen Anlaufstelle umzugestalten. Energieeffizienz steckt im Detail: Die ersten beiden Umwälzpumpen im Untergeschoss wurden bereits mit moderner Technik umgerüstet, weitere müssen folgen.

Das nachfolgende Bauprogramm 2017-2022 hat die Verbandsversammlung am 18.01.2017 so beschlossen. Nach jetzigen Stand der Dinge werden die Projekte der Jahre 2017 und 2018 (Umkleide, Kasse, Fassade) im Januar 2018 in einem längeren, aber zusammengelegten Schließungszeitraum erfolgen. Die jährliche Revision im Herbst wird dafür gleich mitgemacht, um die Schließung so kurz wie möglich zu halten.

2017 Erneuerung Umkleide und Garderobenanlage 105.000 €
Nebenarbeiten Umkleide – Schreiner-, Anstreicher-, Fliesen- 45.000 €
2018 Erneuerung Fensterfront Eingangsbereich 40.000 €
Umgestaltung Eingangsbereich (Kasse-Verkauf) 10.000 €
Erneuerung Eintritts- und Kassensystem 85.000 €
2019 Erneuerung Stahlfenster- und Türelemente im UG 10.000 €
2020 Erneuerung Wassertechnik II.BA – Schaltschrank, Pumpen 65.000 €
2021 Erneuerung Heizkesselanlage 70.000 €
Erneuerung MSR-Technik Heizung – III.BA 50.000 €
2022 Erneuerung Toiletten Eingangsbereich 20.000 €
Gesamt Bauprogramm 2017-2022 500.000 €

Daraus ist leicht zu erkennen: Wir sind auf einem guten Stand! Und für die nächsten Etappen liegt der Kompass an. Wenn Sie selbst die Fortschritte sehen möchten, besuchen Sie unsere „Technik-Tour“. Immer wieder laden wir ein zu einem Rundgang durch die Technik im Verborgenen. Aus erster Hand können Sie erfahren, was „Bademeister“ so alles drauf haben müssen, wieviel Aufwand im Untergrund für ein unbeschwertes Badevergnügen erbracht wird und mit welcher Akribie und Effizienz die Mannschaft vom Freizeitbad „Panoramablick“ fast jeden Tag arbeitet. Schauen Sie mal rein – hier auch fstgehalten in einem Video von mittelhessen.de

 

Förderverein und Freizeitbad zeigen sich von ihrer besten Seite

Gemeinsamen Flyer herausgegeben

 

Die Aktiven des Fördervereins stellen mit Zweckverband und Volksbank den gemeinsamen Flyer vor (von links): Dirk Meuser, Karin Aurand, Vorsitzender Stefan Nadler, Thorsten Hofmann von der Volksbank Herborn-Eschenburg, Verbandsvorsteher Götz Konrad und Roland Eckhardt.

Mit einem Faltblatt zeigen sich das Freizeitbad und der Förderverein gemeinsam von ihrer besten Seite. Eine Neuauflage des Flyers fürs Freizeitbad „Panoramablick“ hat der Verein um Vorsitzenden Stefan Nadler übernommen und dabei die Chance genutzt, die gemeinsame Sache darzustellen. Das Faltblatt liegt im Foyer des Schwimmbads zum Mitnehmen bereit und kann gerne weiter gegeben werden. „Die ersten Exemplare sind bei der Energie-Messe in Eschenburg verteilt worden und haben eine gute Beachtung gefunden“, sagte Bürgermeister Götz Konrad als Verbandsvorsteher des Zweckverbandes „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“. Den Zweckverband hat die neue Werbebroschüre nichts gekostet. Während der Förderverein die Gestaltung besorgte, übernahm die Volksbank Herborn-Eschenburg die Druckkosten. „Wir helfen gerne und wissen, wie das Schwimmbad hier vielen Menschen hilft“, sagte Voba-Prokurist Thorsten Hofmann.

Der Förderverein hat auch im zurückliegenden Jahr viel für das Freizeitbad getan, wird die Mitgliederversammlung am 10. März Bilanz ziehen können. Das Jahrestreffen beginnt um 19 Uhr im Bürgerhaus Eibelshausen (Jahnstraße 3).  Nach den Rückblicken stehen Neuwahlen auf dem Programm, bei denen sich die Mitglieder – an verschiedenen Positionen – einbringen können. Es werden auch weitere Mitglieder gesucht, die sich im Verein für den Erhalt und die weitere Gestaltung des Freizeitbads einbringen. Auf der Internetseite gibt es Satzung und Beitrittserklärungen des Fördervereins:

Kontakt:

Förderverein Freizeitbad Panoramablick e.V.
Vorsitzender: Stefan Nadler
Im Eisenbach 20
35716 Dietzhölztal
Telefon (0 27 74) 923-755
E-Mail: stefan.nadler@freenet.de

Internet: www.freizeitbad-panoramablick.de/foerderverein

Flyer des Fördervereins:
Flyer_finalkarindruck jk

Vier Millionen Liter Wasser werden täglich gereinigt

Nächste Technik-Tour am 3. Oktober beim „Türöffner-Tag“ 

Bericht von einer Technik-Tour

Kein ruhiger Posten: Schwimmmeister Frank Happel (rechts) erklärt den Besuchern der Technik-Tour seinen Arbeitsplatz im Freizeitbad „Panoramablick“.
DIN 19643, Redox-Potenzial und Kraft-Wärme-Kopplung sind für die Besucher der Technik-Tour fortan kein Fremdwort mehr. Bei einem Rundgang durch das Freizeitbad „Panoramablick“ erlebten 14 Besucher, wieviel Aufwand für ein unbeschwertes Badevergnügen nötig ist.
Mit anderen Augen sehen die großen und kleinen Gäste nun auch das Außenbecken, das im Winter eine Attraktion darstellt. „Wenn sie hier im warmen Wasser liegen und dem Skibetrieb in Hirzenhain zuschauen, können Sie das ohne Reue tun“, sagte Götz Konrad als Vorsteher im Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“. Das Geheimnis: Das Wasser wird abgelassen in einen Thermo-Behälter, wo es über Nacht gerade einmal ein Grad Temperatur verliert und diese Einrichtung auch in Sachen Energie sehr sparsam ist.
Hans-Jürgen Müller, als früherer Bademeister besser bekannt unter dem Spitznamen „Wastel“, war selbst erstaunt, was sich in der Zwischenzeit an seinem früheren Arbeitsplatz getan hat. So sind die neuen Pumpen mit Frequenzumformern ausgestattet, dass ein stufenloses und sparsames Laufen ermöglicht. Auch die neue Mess-, Steuer- und Regeltechnik war für ihn ebenso neu wie für die Gäste.
Frank Happel als neuer Schwimmmeister gefiel nicht nur seinem Vorgänger, sondern konnte auch den Laien die Arbeit im Schwimmbad prima erklären. Und bei so manchen Tricks, die die Mannschaft selbst „erfunden“ hatte, ergänzten sich die beiden Berufs-Kollegen bestens: Etwa beim ausgedienten Öltank, der heute ein großer Wärmetauscher ist. Hier war der 50.000 Liter Heizöl fassende Tank überflüssig, als auf Erdgas umgestellt und das erste Blockheizkraftwerk in der Gemeinde in Betrieb genommen wurde. Der Tank wurde neu ausgekleidet und mit einem Rohrleitungssystem versehen. Heute fließt hier das warme Wasser zusammen, das im großen Becken über den Rand schwappt, und erwärmt das kalte Trinkwasser, das zur Nachspeisung aus dem Netz gezogen wird. Und bevor das an sich saubere Abwasser in den Kanal geht, wird daraus erst noch die Toiletten-Spülung gespeist.
„Effizient wie nur was“, sagte Verbandsvorsteher Konrad. Auch beim Blockheizkraftwerk, das passgenau Wärme und Strom liefert, konnten die Schwimmbad-Betreiber die moderne Technik erklären. Das muss auch so effizient laufen, verriet Schwimmmeister Happel bei der Wassermenge, die hier täglich im Umlauf ist: Die vier Becken haben zusammen ein Fassungsvermögen von 800.000 Litern. Und in der Wasseraufbereitung wird das Wasser fünf Mal täglich gereinigt.
„Auch sonst sieht man hier, wie groß Sauberkeit geschrieben wird“, lobte ein Gast aus Breidenbach.

Viele schlaue Erfindungen: Der frühere Mitarbeiter Hans-Jürgen „Wastel“ Müller staunte nicht schlecht, was sich in der Zwischenzeit im Schwimmbad alles getan hat – konnte aber aus eigenem Erleben so manches „Betriebsgeheimnis“ erklären, das heute Energie sparen hilft.

 

Und wie so eine Technik-Tour in bewegten Bildern ausschaut, zeigt hier ein Video von mittelhessen.de

Was kostet was im Schwimmbad?

Der Haushaltsplan 2018 und die Investitionen

Hier der Haushaltsplan 2018 des Zweckverbandes „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“, wie ihn die Verbandsversammlung beschlossen hat. Auf Seite 11 die Kostenaufteilung (Verbandsumlage) auf die beiden Mitgliedsgemeinden Eschenburg und Dietzhölztal. Rund 713.000 € schießen beide Kommunen beim Betrieb zu. Was wir seit dem Jahr 2000 ins Bad investiert haben und was bis 2022 noach abgearbeitet wird, lesen Sie unter www.freizeitbad-panoramablick.de/bauprogramm

Neue Satzung für den Zweckverband

Entwurf der neuen Satzung wird nun in die Beratung eingebracht

Der Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“, so heißt der 1969 gegründete Träger des Freizeitbad „Panoramablick“, will sich eine neue Satzung geben. Das neue Regelwerk ist nach einigen Beratungen zwischen den beiden Mitgliedsgemeinden Eschenburg und Dietzhölztal vom Vorstand des Zweckverbandes in seiner Sitzung vom 06.10.2015 festgestellt worden und wird am 07.10.2015 in der Sitzung der Verbandsversammlung für die weitere Beratung eingebracht. Wenn das Regelwerk von der Verbandsversammlung – das ist gewissermaßen das „Schwimmbad-Parlament“ – beschlossen wird, müssen die beiden Mitglieder zustimmen. Das geschieht in den Gemeindevertretungen von Eschenburg und Dietzhölztal.

Gemäß § 19 KGG (Heranziehung der Verbandsmitglieder) wurde erstmals auch für die Umlage der ungedeckten Kosten des laufenden Betriebes die Einwohnerzahl der beiden Gemeinden (§ 17 der Verbandssatzung) herangezogen. Dieser Vorteilsmaßstab ist gängiger Verteilungsschlüssel. Im Übrigen lässt sich auch der Nutzen für beide Gemeinden im gleichen Verhältnis erkennen, wenn man z. B. die Zahlen beim Schulschwimmen, beim Ferienpass und bei den Besuchern betrachtet.
Die Investitions-Zuweisungen der beiden Gemeinden, die auf Vorschlag von Dietzhölztaler Vertretern seit dem Haushalt 2012 aufgenommen worden ist und noch nicht in der Satzung verankert war, hatte eine Aktualisierung der Satzung notwendig gemacht.
Der erste Entwurf der neuen Satzung war am 18.11.2014 in der Verbandsversammlung vorgestellt worden und auch den Gremien der beiden Mitgliedsgemeinden Eschenburg und Dietzhölztal vorab zu Kenntnis gegeben worden (damalige Beschlussvorlage hier: 141118 ZV Satzung Vorlage Stand 2014-11-14), ehe die Verbandsversammlung am 03.02.2015 dieses Regelwerk angenommen hat.

Weil Beratungsbedarf angemeldet worden war, tagten die Ältestenräte der beiden Gemeinden am 15.04.2015 zum Thema. Die Änderungswünsche wurden nach Stellungnahmen des Hessischen Städte- und Gemeindebundes und der Kommunalaufsicht beim Lahn-Dill-Kreis eingearbeitet und regeln

  • eine nötige 2/3-Mehrheit bei Beschlüssen der Verbandsversammlung
  • eine Übergangsfrist bis 2025 für den Fall einer vorzeitigen Auflösung des Zweckverbandes (bis dahin sollten alle Darlehen sein – eine Auflösung de Verbandes bis zu diesem Zeitpunkt würde eine Aufteilung der Verbindlichkeiten wie auch des Vermögens nach dem alten Umlagenschlüssel – 8 Prozent Dietzhölztal, 92 Prozent Eschenburg – bedeuten.

Lesen Sie hier den Entwurf für eine neue Satzung (ZV Satzung Entwurf 2015).