Mit „Sonderposten“ tragen sich Investitionen von selbst
Unsere Sonderposten-Strategie im Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ führt oft zu Nachfragen geführt, weshalb wir das heute nochmals erklären. Sonderposten haben nichts mit Schnäppchenmarkt zu tun, sondern mit solider Finanzierung.Â
Die Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal tragen den Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“. Der Betrieb wird über die so genannte Verbands-Umlage getragen, weil ein Schwimmbad fast immer ein „Zuschuss-Betrieb“ ist. Zusammen rd. 850.000 € legen die beiden Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal aktuell drauf, damit die Eintrittspreise so günstig bleiben können. Für das Jahr 2023 sind dafür 545.000 € von der Gemeinde Eschenburg und 307.000 € von der Gemeinde Dietzhölztal aufzubringen. Weil diese beiden Gemeinden damit eine Leistung für die gesamte Region erbringen, von denen viele andere eine Nutzen haben, fordern wir seit 2015 einen Bonus für Bäder. Über den Kommunalen Finanzausgleich (KFA) soll das Land Hessen, diese Leistung anrechnen.
Bei den Investitionen haben die beiden Gemeinden seit 2017 direkte Zuweisungen für das Bauprogramm geleistet. Wie bei Zuschüsse und Spenden konnten so die Investitionen finanziert werden mit eigenen Zuweisungen der Mitgliedsgemeinden. Neben diesen Zuweisungen der Mitgliedsgemeinden Eschenburg und Dietzhölztal zur Finanzierung des 500 T€ umfassenden Bauprogrammes 2017-2022 handelt es sich um
Zuschüsse des Fördervereins des Freizeitbads, der insgesamt bereits 130.342,99 € seit 2010 gesammelt hat, darunter 50.000 € fürs Babybecken.
In der Ergebnisrechnung der kommenden 25 Jahre wird über die Abschreibung als jährlicher Aufwand der Werteverzehr für die Investitionen dargestellt. Dem kann man aus dem Konto „5460100 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten“ etwas entgegensetzen beim Ertrag, wenn die eigenen Zuweisungen, alle Zuschüsse und auch Spenden ertragswirksam über die Nutzungsdauer des Anlagegutes aufgelöst werden. Damit kann man der Abschreibung ein Gegengewicht entgegensetzen. Die Investition trägt sich – bei 100 % eigener Finanzierung – im Ergebnis von selbst. Oder wie wir bei der Spendenaktion „Benefiz fürs Babybecken“ sagen: Jeder € Spende hilft dem Schwimmbad in den nächsten 25 Jahren.
Das kann man im Haushalt ablesen an den Posten Abschreibung 176 T€ und Sonderposten-Auflösung 71 T€. Das sind die Werte vor dem Endspurt dieses Bauprogrammes 2ß17-2022 und vor der Aktion „Benefiz fürs Babybecken“.
Mit unserer Sonderposten-Strategie nähert sich der Ertrag aus Sonderposten-Auflösung immer mehr der dem jährlichen Aufwand der Abschreibung an.
Ergebnisrechnung in die Waage bringen: Mit dem Babybecken babyleicht erklärt
Das Babybecken, das wir weder im Plan noch im Bauprogramm hatten, hat bislang 171.205 € Investitions-Kosten verursacht. Weil wir das Geld weder im Haushalt noch im Bauprogramm eingeplant hatten, sprang der Förderverein ein und sammelt Geld. Aus dem Benefiz fürs Babybecken sind bereits 50.000 Euro vom Förderverein an den Zweckverband überwiesen worden. Die Sammlung geht weiter, um diese Investition auch in der Ergebnis-Rechnung der kommenden Jahre einen „Gewinn“ werden zu lassen.
Wie das in der Ergebnisrechnung geht, zeigen ein paar Folien. Die Investition wird über 25 Jahre abgeschrieben.
Das bedeutet, dass in jedem Jahr ein Bruchteil im Ergebnis „ertragen“ werden muss. Das ist die Abschreibung, die jährlich als Aufwand anliegt.
Bei 150.000 € Investition beträgt die jährliche Abschreibung 6.000 €. Um hierfür als Aufwand etwas in die Waagschale zu werfen, müssten wir die Umlage um 6.000 € erhöhen. Wir haben schon um weniger gestritten. Ider wir müssten den Eintritt um 10 Cent erhöhen. Auch da haben wir schon um weniger gestritten.
Oder wir nutzen „Benefiz für Babybecken“ für eine nachhaltige Finanzierung. Jeder Euro Spende hilft dabei dem Schwimmbad in den nächsten 25 Jahren. So wie die Investition über 25 Jahre als Abschreibung das Ergebnis belastet, können Zuschüsse, Zuweisungen und Spenden über den gleichen Zeitraum als Sonderposten genutzt werden, die mit ihrer jährlichen Auflösung im Ergebnis den Aufwand aufwiegen.
Förderverein übergibt 50.000 Euro – Aktion geht weiter
50.000 € hat der Förderverein bislang für das Babybecken aufgebracht, darunter waren bislang 29.555 € an privaten, zweckgebundenen Spenden. Damit das neue Babybecken eine nachhaltige Investition ist, sammelt der Förderverein weiter Spenden. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.freizeitbad-panoramablick.de/babybecken zu unserer Aktion „Benefiz fürs Babybecken“.
Neue Babybecken macht Freizeitbad wieder familienfreundlich
Helle Freude: Mit lautem Johlen haben die Kinder das neue Babybecken in Betrieb genommen. Damit ist das Freizeitbad „Panoramablick“ familienfreundlicher als je zuvor.Vom 28. Februar bis 4. Mai wurde gebaut, nun ist das neue Babybecken fertig. Mit heller Freunde haben viele Kinder das neue Babybecken im Freizeitbad „Panoramablick“ in Betrieb genommen.
Die nachhaltige Edelstahl-Konstruktion war nötig geworden, weil der 20 Jahre alte Kunststoff-Pool nicht mehr dicht war. Der Förderverein um Stefan Nadler machte aus der Not eine Tugend und sammelt Spenden für die Nachhaltigkeit dieses Projektes. „Jeder Euro hilft dem Schwimmbad in den kommenden 25 Jahren“, erläutert Bürgermeister Götz Konrad die Ergebnisrechnung.
Unbezahlbar blieb der Spaß, den das neue Becken auch einem 89-Jährigen bereitete, der zufällig von der kurzen Start-Zeremonie mitgerissen wurde. Bei allem Abstand und mit aller Vorsicht hat das Freizeitbad nun auch den Whirlpool wieder geöffnet und das Tagesticket frei gegeben, sodass keine besonderen Corona-Auflagen mehr bestehen.
Nachhaltig: Jeder € Spende entlastet Schwimmbad in den nächsten 25 Jahren
„Benefiz fürs Babybecken“ wird weiter gesammelt. Jeder Euro, den der Förderverein für dieses Vorhaben sammeln kann, hilft dem Freizeitbad durch die nächsten 25 Jahre. Wie geht das? Der Großteil des rund 150.000 € teuren Projektes wird über 25 Jahre abgeschrieben. Das hat zur Folge, dass in dieser Zeit jährlich 6.000 € als Abschreibung in der Ergebnisrechnung als Aufwand auftauchen und erwirtschaftet werden müssen. Wird die Investition über eine Spende oder Förderung finanziert, wird dieser Betrag auf der anderen Seite in die Waagschale geworfen als Ertrag. Die Spende wird als „Sonderposten“ verbucht und ebenfalls über 25 Jahre hinweg „ertragswirksam aufgelöst“. Jeder Euro Spende hilft also dem Freizeitbad „Panoramablick“ über die nächsten 25 Jahre.
Ein Ersatz-Neubau des Babybeckens war notwendig geworden, nachdem bei der Corona-Schließung 2020 die massive Leckage am Plastik-Pool aufgefallen und war während dieser Zeit einfach nicht mehr zu reparieren. Der alte Clown steht noch im Foyer und sammelt Spenden. Das Becken aus dem Jahr 2001 wurde deshalb ersetzt durch ein Edelstahl-Becken mit bunten Attraktionen.
DLRG setzt sich für die Rettung von Schwimmbädern ein
Spende und Solidarität (von links): Michael Dimmer und Dirk Guse von der DLRG-Ortsgruppe Aartalsee überbringen die Spende an Fördervereins-Vorsitzenden Stefan Nadler. Verbandsvorsteher Götz Konrad, die Freizeitbad-Förderer Harald Pfeifer und Roland Eckhardt sowie Betriebsleiter Frank Happel freuen sich.
Gekommen, um zu bleiben – das ist auch die DLRG Ortsgruppe Aartalsee. Die Hilfsorganisation bietet nicht nur Training für Mitglieder, sondern Rettungsschwimmer-Ausbildung und Seepferdchen-Schwimmkurse an. Damit soll ein „Stützpunkt Dietzhölztal-Eschenburg“ aufgebaut werden. Obwohl die DLRG-Schwimmer für die Nutzung des Schwimmbades zahlen, haben sie nochmal gesammelt und eine Spende über 500 € überreicht. „Das ist nicht nur eine Spende, sondern Solidarität“, freute sich Verbandsvorsteher Götz Konrad. „Die DLRG ruft zur Rettung der Schwimmbäder in Deutschland auf, weil ohne Schwimmbäder niemand schwimmen lernen kann.“
Während der Sanierungs-Schließung der Aquarena in Dillenburg ist auch der DLRG Bezirk Dill hier untergekommen. Was viele nicht wissen: Derzeit nur im Freizeitbad „Panoramablick“ können Lehrer im nördlichen Kreis ihre Rettungsfähigkeit unter Beweis stellen, was für den Schwimmunterricht aller Schulen benötigt wird.
Immer mehr Spenden fürs neue Babybecken tauchen auf
Spendabler Gast: Fördervereins-Kassiererin Daniela Scheffel (links) nimmt vom HUC-Vorstand (v. l.) Rudi Stempfle, Bernhardt Conrad und Eveline Richter entgegen. Verbandsvorsteher Götz Konrad (rechts) freut sich über die Finanzierungs-Fortschritte.Anonym hat ein Spender dem Schwimmbad-Team 1.000 Euro gespendet.
„Wir sind doch froh, hier zu sein“, sagt Rudi Stempfle. Der Herborner Unterwasser-Club (HUC) hat donnerstags einen Platz im Freizeitbad „Panoramablick“ gefunden. Der 1988 gegründete Verein hat früher im Herborner Wellenbad trainiert. Heute nennen die 157 Mitglieder eigentlich die „Aquarena“ in Dillenburg „ihr“ Schwimmbad, doch wegen der Sanierung ist dort kein Tauchgang möglich. Als Dankbarkeit, in Eibelshausen zu schnorcheln und zu tauchen, hat der HUC nun eine Spende von 500 € für Babybecken überreicht. „Ihr wollt also, dass das neue Becken was taucht“, witzelte Verbandsvorsteher Götz Konrad bei der Übergabe.
Wer braucht, bekommt freilich eine Spendenquittung vom Förderverein. Dafür sollte die Spenden am besten über das bekannte und benannte Konto laufen. Anonym, aber direkt hat ein Spender dem Schwimmbad-Team dieser Tage eine Überraschung gemacht. In einem Umschlag ohne Absender lagen 1.000 Euro als „Spende für das Schwimmbad Eibelshausen“. „Das hilft der ganzen Region“, freute sich Fördervereins-Vorsitzender Stefan Nadler.
Eltern spenden 1500 Euro Erlös der Kinderkleiderbörse fürs Babybecken
Spendenübergabe im alten Babybecken (von links): Stefan Nadler und Daniela Scheffel vom Förderverein freuen sich über den Erlös der Rittershäuser Kinderkleiderbörse, den Julia Ciliox und Sandra Becker überreichen. Roman Vomrath vom Freizeitbad und Bürgermeister Götz Konrad freuen sich über das Engagement der Eltern
„Das ist ein gutes Zeichen, dass die Eltern im Dietzhölztal sagen: Das ist unser Schwimmbad und wir brauchen ein Babybecken“, freut sich Stefan Nadler. Der Vorsitzende des Fördervereins Freizeitbad Panoramablick staunte nicht schlecht, als ihm eine Spende fürs Babybecken angekündigt wurde.
1.500 € sind der Erlös der Kinderkleider- und Spielzeugbörse. Unter den Problemen der Pandemie konnte der farbenfrohe Basar Anfang September im Rudolf-Loh-Center stattfinden. Nachdem die Eltern-Initiative alle Kindergärten in der Gemeinde Dietzhölztal bedacht hatte, kam der Spendenaufruf für ein neues Babybecken gerade recht.
„Uns ist es wichtig, dass der Erlös den Kindern in der Umgebung zugute kommt“, sagte Sandra Becker bei der Spendenübergabe. Zusammen mit Julia Ciliox überreichte sie den Scheck und erzählte, wie die Eltern-Initiative als „Team farbenfroh“ mittlerweile als Abteilung des CVJM Rittershausen arbeitet. Eine Handvoll Eltern ist das ganze Jahr über mit der Kinderkleider- und Spielzeugbörse befasst, bei der Veranstaltung sind gut 20 Personen ein Wochenende über eingebunden.
Das Vorsortieren der Kleidung und des Spielzeugs an vielen Tischen füllt das Rudolf-Loh-Center in Rittershausen; diese Mehrzweckhalle war im September auch unter Corona-Sicherheitsregeln groß genug.
Der Veranstalter „verdient“ an der Teilnehmer-Gebühr pro Etikette und einem Zehntel des Verkaufserlöses mit, auch beim Kuchenbuffett kommt – Stück für Stück – Geld zusammen. Das funktioniert aber auch nur, weil viele für das Kuchenbuffett spenden und beim Helfen keine Rechnung stellen.
„Diese 1.500 Euro sind ein wichtiger Beitrag, wenn man die Mühe dahinter erahnt, die sich viele Eltern gegeben haben“, lobt Bürgermeister Götz Konrad als Schwimmbad-Verbandsvorsteher das Engagement. „Das Babybecken ist für uns alle wichtig und zeigt, dass das Schwimmbad die Sportstätte für alle ist“, ergänzt Stefan Nadler.
Für den Förderverein des Freizeitbads nahm Kassiererin Daniela Scheffel die 1.500 € gerne auf. 22 solcher privater Spenden sind bereits eingegangen. Der Förderverein kann bereits ein Drittel der etwa 150.000 € Kosten aufbieten. Das neue Babybecken aus Edelstahl ist bereits bestellt worden, damit der Einbau während der nächsten Sanierungs-Schließung (28. Februar bis 20. März) laufen kann. Zur nachhaltigen Komplett-Finanzierung des Babybeckens und zur Gestaltung mit Attraktionen werden noch weitere Spender und Sponsoren gesucht. Hierbei können auch noch Wünsche geäußert werden, ob Rutsche, Krabbe, Wasserkanone, Sprühbogen, Nashorn oder andere Attraktionen den Badespaß im Babybecken steigen.
Berndorf Bäderbau (Breitscheid) baut Becken
Beckenbauer: Berndorf Bäderbau hat das Edelstahl-Becken in Edelstahl solide gebaut.
Nach einer Ausschreibung ist der Auftrag nun vergeben worden, damit auch das neue Babybecken bei der nächsten Sanierungs-Schließung ab dem 28. Februar 2022 eingebaut werden kann. Für die Erneuerung des marode gewordenen Babybeckens sind drei Firmen angeschrieben worden. Als einziges hat die Firma Berndorf Bäderbau, die ihren Deutschland-Sitz in Breitscheid hat, ein Angebot abgegeben. Für ein Edelstahlbecken in den Maßen 6,00 x 6,00 m, einer Wassertiefe von 0,25 bis 0,30 m und einer Wasserfläche von rd. 34 Quadratmetern wird ein Auftrag über 106.423 € erteilt.
Die Verbandsversammlung hatte bei ihrem Beschluss zur Erneuerung des Babybeckens am 28.10.2021 vorgeschlagen, die Mittel aus der Liquidität „vorzustrecken“, ehe die Überschüsse aus den Jahresrechnungen an die beiden Gemeinden zurückfließen. Die Finanzierung des Freizeitbads wird nachhaltig, wie die jährliche Auflösung von Sonderposten auf der Ertragsseite der Ergebnisrechnung zeigt. Der Förderverein des Freizeitbads „Panoramablick“ sammelt deshalb weiter Spenden, damit ein neues Babybecken in Edelstahl nachhaltig gebaut werden kann.
Helfen auch beim Online-Handel
Einen „Benefiz fürs Babybecken“ gibt es auf Initiative des Vereins auch über den Online-Handel: Bei Amazon Smile ist der „Foerderverein Freizeitbad Panoramablick“ gelistet. Einmal bei smile.amazon.de registriert, gibt Amazon angemeldeten Organisationen 0,5% der Einkaufssumme weiter, ohne Extrakosten für die Käufer. Direkte Spenden an den Förderverein kommen dem guten Zweck komplett zugute.
Der Lahn-Dill-Kreis hat uns für das Schulschwimmen für den Zeitraum September 2021 bis einschl. 04.02.2022 (1.Schuljahr 2021/2022) 21.144 Euro erstattet. Das waren 5.286 Schüler.
Für das Schulschwimmen zahlt der Lahn-Dill-Kreis – auf unsere Initiative hin – seit 2018 pro Teilnehmer 4 €. Während der Corona-Schließung hat der Kreis weitergezahlt, als ob das Schulschwimmen nicht ausgefallen wäre, wofür die Schwimmbadkommunen sehr dankbar sind. Nach dem Doppelhaushalt 2022/2023 werden die Betreiber der verbliebenen acht Schwimmbäder eine Anpassung dieser Kostenerstattung einfordern, die weit unterhalb der Kostendeckung rangiert. Die SHG Schwimmbad (Arbeitsgruppe der HSGB-Kreisversammlung) schlägt ab 2024 eine Anpassung auf 5 € plus Steuer vor.
Ein Darlehen bei der DZ Hyp was am 30.06.2022 mit einer Restschuld von 58.002,72 € und einem Zinssatz von 2,42 % zur Zinsanpassung fällig war, konnte abgelöst werden, da die liquiden Mittel zur Verfügung standen. Auch die letzten beiden Darlehen, die mit zusammengerechnet rd. 40.000 € als letzte Verbindlichkeiten ausstehen, laufen im kommenden Jahr aus. Der Zweckverband ist dann im Jubiläums-Jahr – 1973 ist das Freizeitbad eröffnet worden – schuldenfrei.
Selbstverantwortung ist der Schlüssel zur Sicherheit
Sie selbst sind der beste Schutz: Abstand halten zu Wasser, zu Lande und in der Luft
Die Corona-Regel im Schwimmbad ist ganz einfach: Es dürfen alle rein – nur das Virus nicht!
Im gechlorten Wasser, so gilt weiter die fachlich fundierte Annahme, fühlt sich auch das Corona-Virus nicht so wohl wie die Besucher. Die im Hallenbad ohnehin herrschende hohe Hygiene hat das Schwimmbad-Team nochmals erhöht. Nach dem erarbeiteten Hygiene-Konzept ist die Reinigung von Türklinken, Handläufen und Kontaktflächen auf den Stundentakt verkürzt worden.
Darüber hinaus ist jeder Besucher für Sicherheit verantwortlich. Risikopersonen sollen besser zuhause bleiben, sagen die Corona-Vorschriften. Und auch schon nach der bisherigen Haus- und Badeordnung sollte niemand Schwimmen gehen, der krank ist oder sich nicht gut fühlt. Für die Sicherheit ist jeder Badbesucher verantwortlich.
Info: Fragen können Sie auch per E-Mail an die Adresse freizeitbad@eschenburg.de richten. Während der Öffnungszeiten ist das Team im Bad unter Telefon 02774 71140 zu erreichen.
Die Gremien des Zweckverbands „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ haben Inge Mohaupt verabschiedet. Die Verwaltungsmitarbeiterin fürs Freizeitbad „Panoramablick“ beginnt die Freistellungsphase der Altersteilzeit. „Auch wenn es angeblich nichts zu tun gibt, gibt es viel zu tun: Auch bei einer Schließung des Bades bleibt ein Telefon nicht still, wird ein Schreibtisch nicht leer: Bei Inge Mohaupt laufen seit 23 Jahren die Fäden des Freizeitbades und des Verbandes zusammen“, erläuterte Götz Konrad. Der Verbandsvorsteher dankte ihr für den „treuen Dienst fürs Bad, für die Mannschaft und die vielen hunderttausend Gäste, die im Laufe der vielen Jahre dort ein- und ausgegangen sind“.
+++ Neues aus dem Freizeitbad +++ Kurz notiert +++
Chlorgas-Technik erneuert: Bei einer Wartung mussten Sicherheitseinrichtungen des Chlorgasraumes genauer überprüft werden. Schadhafte Teile waren umgehend zu ersetzen. So waren die Gehäuseunterteile der Vakuumreduzierventile der Chlorgasflaschen schadhaft. Zwei Rückschlagventile von den Chlorgasinjektoren waren altersbedingt so marode, dass sie beim Ausbauen in Einzelteile zerfallen sind. Auch das Gaswarngerät musste erneuert werden, was allein 3.520,50 € netto unvorhersehbare Kosten ausmacht. Die Kosten für Wartung und Mängelbeseitigung belaufen sich auf ca. 6.130 € netto. Um auf den aktuellen Stand der Sicherheit zu kommen, fehlen noch einige Teile wie eine Neutralisationsanlage.
Sicherheit für Kassenautomat: Der Einbau einer vorgeschriebenen zertifizierten Sicherheitseinrichtung im Kassenautomat konnte für 6.696,34 € von der Firma EWV Kontrollsysteme günstiger vorgenommen werden, weil die Installation und Inbetriebnahme per Fernwartung und ohne Vor-Ort-Termin ausgeführt werden konnte. Oder: Der Einbau durch eigene Kräfte hat uns die Dienstleistungen vor Ort für rd. 1.530 € laut Angebot gespart.
Schwimmbad „stand by“, Team in Kurzarbeit: Für die komplette Mannschaft im Bad haben wir Kurzarbeit beantragt. Eine Genehmigung von der Agentur für Arbeit haben wir auch bekommen, aber zunächst nur für die Reinigung. Für den Stand-By-Betrieb des Bades ist der Einsatz der Aufsicht zeitweise erforderlich, was in der Spitzabrechnung beim Arbeitsamt anzugeben und vom Kurzarbeitergeld abzuziehen ist.
Zeit für Reparaturen genutzt: Der Austausch der LED-Leuchten im Außenbecken und das Abdichten des Babybeckens gehört zu den Arbeiten, die zwischenzeitlich geleistet wurden. Für die Erneuerung der LED-Beleuchtung im Außenbecken will der Förderverein die Kosten wieder übernehmen.
Kreis behält Zuweisung bei: Auch wenn wegen Corona das Schulschwimmen ausfällt, sollen die Zahlungen des Kreises dafür unvermindert laufen und so viele Teilnehmer mit 4 € jeweils berechnet werden wie 2019.
Sportschau berichtet: Weitergehende Hilfen für Schwimmbäder, wie sie jetzt wieder verstärkt gefordert werden, weisen wir auf unseren „Bonus für Bäder“ (www.freizeitbad-panoramablick.de/bonus) als Vorschlag hin. Über die Schließung der Bäder und die Folgen berichtet die „Sportschau“ im Internet (www.sportschau.de).
Steuer macht Schulschwimmen teuer: Obwohl viele die Wichtigkeit des Schulschwimmens betonen, haben wir dafür nun viel „Lehrgeld“ zahlen müssen. Die Finanzverwaltung sieht anders als der Kreis das Schulschwimmen als „hoheitliche“ Tätigkeit an, die nicht der Umsatzsteuer unterliegt. Um sich nicht hierbei der Steuerhinterziehung schuldig zu machen, haben wir für die Jahre 2009 bis 2018 unsere Umsatzsteuer und die Kosten für das Schulschwimmen untersuchen müssen, das an drei Vormittagen der Woche in unserem Bad stattfindet. Die Bußgeld- und Strafsachenstelle sieht nun darin eine „leichtfertige Steuerverkürzung“, weil wir als Nichtsteuerexperten diese komplizierte Sachlage so nicht erkennen konnten. Nachzahlungen an Umsatzsteuer und Zinsen sowie Prüfungskosten sind zusammengerechnet 34.526,96 € an unvorhersehbarem Aufwand. Das wiegt dennoch weniger schwer als das Risiko, künftig die Vorsteuer nicht mehr „ziehen“ zu können oder den Aufwand betreiben zu müssen, zwischen Schulschwimmen und Normalbetrieb bei jeder Einkaufsrechnung aufzuteilen.
DLRG „Aartalsee“ bald am Freizeitbad „Panoramablick“ in Eschenburg (von links): Einsatz-Leiter Thomas Sadowski und Vorsitzender Michael Dimmer besprachen mit Bürgermeister Götz Konrad die neue Partnerschaft zwischen der DLRG „Aartalsee“ und dem Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“.
Das Freizeitbad „Panoramablick“ und die DLRG-Ortsgruppe „Aartalsee“ werden Partner. Mit Bürgermeister Götz Konrad haben Vorsitzender Michael Dimmer und Thomas Sadowski (Leiter Einsatz) die kommende Kooperation nun besprochen. Schon bald möchte die DLRG Ortsgruppe „Aartalsee“ das Training in „ihrem“ neuen Hallenbad starten.
Den Wasserrettungsdienst am Aartalsee von Mai bis September und das Training in den Sommermonaten im Freibad in Hohenahr-Großaltenstädten sollen die Lebensretter nicht vernachlässigen, fordert Eschenburgs Bürgermeister: „Das ist ein wichtiger Brückenschlag in der Region und für die Region“, sagte Konrad.
Im Freizeitbad „Panoramablick“, das über einen Zweckverband von den beiden Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal betrieben wird, sollen als dauerhafte Angebote der DLRG vor Ort entwickelt werden:
„Seepferdchen“-Kurse für unsere kleinen Wasserratten, aber auch Schwimmen-Lernen für Erwachsene
Jugendtraining mit Ausbildung und Erwerb der Deutschen Schwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold
Rettungsschwimmausbildung für Einsatzkräfte und Trainer, Lehrer, Erzieher und andere Interessenten
„Besonders freut es uns, dass wir unser Engagement nun in der dritten Gemeinde im Lahn-Dill-Bergland ausbauen können und somit einen wichtigen Beitrag zum flächendeckenden Erhalt der Schwimmfähigkeit der Bevölkerung leisten können. Treu dem Motto ,Jeder Nichtschwimmer ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Rettungsschwimmer‘“, sagte DLRG-Vorsitzender Michael Dimmer.
„Und uns freut eine Partnerschaft mit der DLRG, die seit Jahren für den Erhalt von Schwimmbädern kämpft, weil wir auch als Badbetreiber ein breites Bündnis brauchen, wie wir mit unserem „Bonus für Bäder“ fordern und mit unserem Bauprogramm in den Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal tragen“, erwiderte Bürgermeister Konrad
Info: Unter www.aartalsee.dlrg.de finden sich im Internet mehr Informationen über die DLRG-Ortsgruppe vom Aartalsee.
Wir sind froh und stolz: Mit 80.000 € unterstützt das Land Hessen unseren nächsten Sanierungs-Schritt, den wir nun für 2021 planen können. Unter anderem muss ein mehr als 25 Jahre alter Heizkessel zur Spitzlastabdeckung schlauer ersetzt werden.
Die jährliche Revision war „vorgezogen“ und während der Corona-Schließung abgearbeitet, da kam vom Land Hessen der Bescheid für den nächsten Sanierungs-Schritt. Für 2021 kann das Freizeitbad „Panoramablick“ nun eine Sanierung planen und dabei mit 80.000 € Zuschuss vom Land Hessen rechnen.
Auf die Anmeldung zum Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm (SWIM) wurden wir im März 2020 aufgefordert, einen genauen Antrag zu stellen. Anstehende Arbeiten mit einem Volumen von rd. 268.000 € netto wurden angemeldet und auf 70 Seiten Antrag begründet. Mit Datum 08.07.2020 und mit der Unterschrift von Staatssekretär Stefan Heck kam der Zuwendungsbescheid mit 23 Seiten Bestimmungen und Formularen.
Mit unserem Vorhaben „Bauliche Erneuerung und energetische Optimierung des Hallenbads“ möchten wir gemeinsam mit dem Land Hessen:
Schlaue Technik zur Spitzlastabdeckung einsetzen und einen fast 25 Jahre alten Heizkessel mit 760 kW ersetzen,
die MSR-Technik komplettieren für eine sinnvolle und sparsame Steuerung,
die Besuchertoiletten im Eingangsbereich aus der Anfangszeit des Bades in die Moderne führen,
die Füllstandsanzeige, Bedienung und Überwachungstechnik verbessern,
weitere Pumpen effizient erneuern.
Sehr passend schreibt uns das Hessische Ministerium des Inneren und für Sport in den Bewilligungsbescheid: „Der örtlichen Feuerwehr ist die geförderte Sportanlage zur Nutzung für Sport- und Bewegungsangebote sowie zur Austragung von Wettbewerben und sportlichen Aktivitäten der Jugendfeuerwehren und Einsatzabteilungen im Rahmen der üblichen Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, sofern die Anlage dadurch in ihrem Zustand nicht negativ beeinträchtigt wird oder die Nutzung dem Zuwendungszweck entgegensteht. Bei der Zuteilung von Nutzungszeiten sollen die Belange der Feuerwehr angemessene Berücksichtigung finden.“ Das machen wir doch gerne, hat sich die Feuerwehr aus beiden Gemeinden auch in der Vergangenheit um die Sicherheits-Themen des Schwimmbads gekümmert. Und für die Fitness der Feuerwehrleute hat die Dietzhölztaler  Gemeindevertretung gerade Dienstsport für die Aktiven der Feuerwehr im Schwimmbad beschlossen. Den Beschluss möchten die Eschenburger Kollegen am 03.09.2020 fassen, sieht es eine Vorlage vor. Damit wäre auch Wunsch und Willen des Landes Hessen zu erfüllen.
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