Tag Archive: Außenbecken mit Thermotank

Weiterhin Warmbaden und Wohlfühlen – für die Gesundheit

Weiterhin Warmbaden und Wohlfühlen – für die Gesundheit

Genießen ohne Reue: Unter dem Außenbecken wurde 1992 ein Thermo-Behälter gebaut, in dem das Wasser über Nacht lagert und nur ein Grad Temperatur verliert. Das ist nur eines von vielen Spar-Tricks im Freizeitbad „Panoramablick“.
Genießen ohne Reue: Unter dem Außenbecken wurde 1992 ein Thermo-Behälter gebaut, in dem das Wasser über Nacht lagert und nur ein Grad Temperatur verliert. Das ist nur eines von vielen Spar-Tricks im Freizeitbad „Panoramablick“.

Im Freizeitbad „Panoramablick“ soll die Wassertemperatur nicht gesenkt werden. Auch nicht an den beiden Warmbadetagen Montag und Dienstag, wenn im Schwimmerbecken 31 Grad sind. Der jüngste Sanierungs-Schritt hat das Bauprogramm auch beim Thema Energie abgearbeitet. An Effizienz ist das Schwimmbad in Eibelshausen schwer zu überbieten. „Deshalb wollen wir uns hier warmes Wasser leisten und unseren Gästen Wohlfühlen ohne Reue bieten“, sagt Verbandsvorsteher Götz Konrad.

„Schwimmbäder sind kein Spaß, sondern sie sind systemrelevant“, sagt Konrad und wehrt sich gegen Ankündigungen und Anfragen, Schwimmbäder zu schließen, um Energie zu sparen. „Was mir in der Diskussion und Spekulation fehlt: Unter den Besuchern sind viele kleine Kinder und alte Menschen. Kleine Kinder brauchen zur Wassergewöhnung warmes Wasser. Und ältere Herrschaften mit Problemen in Knochen und Muskeln kommen auch wegen des warmen Wassers“, berichtet Konrad.

In Sachen Sparsamkeit ist das Freizeitbad „Panoramablick“ top. Zwar 1973 gebaut, sind hier viele sinnvolle Sanierungs-Schritte unternommen worden in Richtung Energie-Effizienz. Als jüngster Modernisierungs-Meilenstein sind gerade 10 Pumpen im Keller ausgetauscht worden durch effiziente und sparsame Nachfolger. Das hat mit der nationalen Klimaschutz-Initiative und dem großen Aggregat des Strömungskanals begonnen und macht nun die gesamte restliche Pumpen-Technik flott.

Neuester Fortschritt: Die drei Kaskaden-Kessel ersetzen den alten Guss-Kessel.
Neuester Fortschritt: Die drei Kaskaden-Kessel ersetzen den alten Guss-Kessel.

Ein wichtiger Sanierungs-Schritt für die Wärmeversorgung war davor der Austausch eines alten Guss-Kessels (740 kW), der durch eine moderne Kaskade von drei Kesseln ersetzt wurde, die bedarfsgerecht bis auf zusammengerechnet 570 kW „hochfahren“ können. Dadurch kann die Wärmeversorgung, z. B. der Duschen und beim Warmbadetag, sparsam gelingen.

Wieviel im Freizeitbad an Energie-Einsparung gelaufen ist, kann man am „Motor“ im Keller ablesen: 2012 ist ein neues BHKW eingebaut worden mit 50 kW. Der Vorgänger brauchte noch 112 kW. Das Blockheizkraftwerk erzeugt für die Grundlast Wärme und Strom an über 8.000 Stunden im Jahr.

Effizienz: Das BHKW läuft mehr als 8.000 Stunden im Jahr und ist mittlerweile nur noch halb so groß.
Effizienz: Das BHKW läuft mehr als 8.000 Stunden im Jahr und ist mittlerweile nur noch halb so groß.

Die besten „Erfindungen“ haben die eigenen Leute gemacht: Wie der Thermo-Tank unter dem Außenbecken kam auch von dort die Idee, aus dem ausgedienten Öltank unter dem Schwimmerbecken einen Wärmetauscher zu gestalten: Das Wasser, das über den Beckenrand geht, wird hier als Schwallwasser gesammelt und erwärmt die Frischwasser-Nachspeisung, deren Leitung am Boden des Behälters verlegt ist. Das Schwallwasser dient dann noch für die Toilettenspülung und geht erst dann in den Kanal.

Solche „Betriebs-Geheimnisse“ werden am 3. Oktober verraten. Am 3. Oktober machen wir wieder mit beim „Türöffner-Tag“ der Maus. Technik-Touren starten um 11, 13 und 15 Uhr im Foyer des Freizeitbads.

Gemeinsam Gaslieferung bis 2024 organisiert

Das BHKW im Freizeitbad hängt – wie auch fast alle Blockheizkraftwerke der Gemeinde – am Gas. Preissteigerungen sind (noch) kein Problem, weil die Gaslieferung gemeinsam organisiert worden ist. Mit der Gemeinde Eschenburg und der Stadt Dillenburg ist für die Jahre 2022 bis 2024 die Belieferung mit Erdgas bei voller Mengenflexibilität ausgeschrieben worden. Unter den acht Angeboten bekamen die Gas-Versorgungsbetriebe Cottbus GmbH als günstigster Bieter den Zuschlag. Der Preis ist demnach bis 2024 festgeschrieben. Sollte der Lieferant kündigen oder die Preise angehoben werden, ist bereits beschlossen, der kommunalen Einkaufsgemeinschaft KEAM beizutreten.