Deutschland-Durchschnitt bei den Kosten, effizient bei der Energie

Beim Ergebnis Durchschnitt, bei Personal und Energie günstig: Das Freizeitbad „Panoramablick“ ist beim Überörtlichen Betriebsvergleich für Bäder gut bewertet worden. Dazu gehört auch die sparsame Technik des Außenbeckens, bei der das warme Wasser nachts in einem Thermo-Behälter darunter verbringt.

Beim Ergebnis Durchschnitt, bei Personal und Energie günstig: Das Freizeitbad „Panoramablick“ ist beim Überörtlichen Betriebsvergleich für Bäder gut bewertet worden. Dazu gehört auch die sparsame Technik des Außenbeckens, bei der das warme Wasser nachts in einem Thermo-Behälter darunter verbringt.

Der Kostendeckungsgrad des Freizeitbad „Panoramablick“ liegt bei 37,7 Prozent. Der Durchschnitt vergleichbarerer Schwimmbäder liegt bei ziemlich genau einem Drittel. Das hat eine Erhebung von Erfahrungswerten ergeben, die die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V. (www.baederportal.com) im September vergangenen Jahres ausgewertet hat. Mit Werten aus dem Jahr stellten sich dabei insgesamt 65 Schwimmbäder in Deutschland dem „Überörtlichen Betriebsvergleich Bäderbetriebe“ (ÜÖBV). In der Klasse der Hallenbäder von 251 bis 500 Quadratmetern Wasserfläche lag das Hallenbad in Eibelshausen gut im Rennen.

Das Defizit liegt dabei im Durchschnitt: Für jeden der insgesamt 76.370 Besucher im Jahr 2013 musste der Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ im Betriebsergebnis (ohne Kapitalkosten) 5,86 Euro draufzahlen. Durchschnitt in Deutschland sind in dieser Größenklasse 5,80 Euro. Für jeden Besucher hätte das Bad eigentlich 9,41 € an Eintritt nehmen müssen, um die Kosten zu decken (Durchschnitt 8,79€). Tatsächlich kamen an Erlösen aber nur 3,54 € zusammen, wobei der Deutschland-Durchschnitt bei 2,89 € liegt.

In der „Gruppe 1.2 Hallenbäder von 251 bis 500 m² Wasserfläche“ ist das Freizeitbad auch nicht ganz richtig platziert: Es bietet mit seinen drei Becken innen insgesamt 470 Quadratmeter Wasserfläche (Schnitt: 391 qm). Und mit dem Erlebnis-Außenbecken und seinen 140 Quadratmetern ist es eine Seltenheit (und verdoppelt den Schnitt von 69 Quadratmetern).

Der vergleichsweise hohe Verbrauch an Heizenergie erklärt sich aus dem Betrieb des Blockheizkraftwerkes, mit dem passgenau Wärme und Strom erzeugt wird. Die eigene Produktion von Elektrizität und die effiziente Gestaltung der Attraktionen merkt man an den Stromkosten je Öffnungsstunde, die mit 10,31 € weit günstiger sind als der Durchschnitt von 18,07 €.

Auch mit den Personalkosten ist das Freizeitbad sparsam: Bezogen auf die Personalstunde liegen die 24,03 € genau im Schnitt. Bezogen auf die beaufsichtigte Wasserfläche sind die Kosten pro Quadratmeter mit 579 € deutlich günstiger als das Mittel (775 €).