Toller „Türöffner-Tag“

Vier volle Führungen brachte uns der „Türöffnertag“ mit der wissbegierigen WDR-Maus. Wir werden eine Technik-Tour bei der Schließung im Zeitraum vom 5. Februar und 3. März 2018 wieder anbieten. Und natürlich beim nächsten Türöffner Tag. Einfach unsere Internetseite www.freizeitbad-panoramablick.de im Blick behalten und uns auf Facebook folgen.

Hier ein paar Impressionen:

Bilder-Rückblick

Am 22. und 23. April 2017 hat die 11. Gewerbeausstellung der „Gewerbegemeinschaft Eschenburg & Dietzhölztal“ GED viele Besucher ins Rudolf-Loh-Center nach Rittershausen gezogen. Im Bezirk der IHK Lahn-Dill gibt es 23. Gewerbevereine, aber nur noch sieben Gewerbeschauen wie die in Eschenburg und Dietzhölztal, hieß es bei der Eröffnung. Es geht nicht nur darum, Waren und Dienstleistungen anzupreisen, die es hier zu kaufen gibt. Es geht um „Wirtschaft & Wohlergehen“, wie wir als Aussteller ausgesagt haben: Das Freizeitbad „Panoramablick“ vereint nicht nur die beiden Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal, sondern gibt den Themen Gesundheit, Wohlfühlen und Wohlergehen ein Fundament, das hier zuhause ist und das auch viele Gäste aus nah und fern erleben können.

Wir bedanken uns bei allen Akteuren und Besuchern der elften Gewerbeausstellung und bieten Ihnen hier einen kleinen Rückblick in einer Galerie.

 

 

 


Presseschau

Sonderseiten der Dill-Post vom 19.04.2017

Sonderseite der Siegener Zeitung vom 19.04.2017

Wällerbote


Lesen Sie hier das gemeinsame Grußwort der beiden Bürgermeister zur Gewerbeschau:

Liebe Besucher und Mitwirkende,

Andreas Thomas
Bürgermeister der Gemeinde Dietzhölztal

Götz Konrad
Bürgermeister der Gemeinde Eschenburg

über viele Generationen hinweg wird das Bild in unseren Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal von den hier ansässigen Unternehmen und Geschäftsbetrieben entscheidend mitgeprägt. Früher Unternehmergeist hat die Grundlagen für unseren heutigen Wohlstand gelegt. Arbeitsplätze sind ein wichtiger Faktor für das Wohlergehen der Menschen, nicht nur in unseren Kommunen, sondern weit darüber hinaus in der Region.

Die diesjährige Leistungsschau der „Gewerbevereinigung Eschenburg und Dietzhölztal“ macht deutlich, welches Potenzial in den hier ansässigen Unternehmen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steckt. Sie präsentieren sich als moderne und fortschrittliche Geschäftsbetriebe auf einem hohen Leistungsstand. Wir unterstützen hier aktiv die Möglichkeit für die Aussteller, für sich zu werben und potenzielle Kunden für ihr Angebot zu interessieren.

Der Aufwand für diese Präsentationen ist nicht gering. Wir danken daher allen ausstellenden Firmen, dass sie ihre Leistungsfähigkeit so eindrucksvoll zeigen. Sie machen deutlich, welche volkswirtschaftlichen Werte hier geschaffen werden und welche große Produkt- und
Warenpalette bei uns erhältlich ist. Dies sind wesentliche Bausteine für ein positives Lebensgefühl der Menschen in unseren Gemeinden.

Diese Ausstellung betrachten wir mehr als nur ein lokales und regionales Ereignis. Sie ist ein eindeutiges Zeichen der Zuversicht in den Erhalt des Leistungsangebotes von Handel und Gewerbe. Dabei zeigen die Betriebe immer wieder große Offenheit um Veränderungen umzusetzen, die sich beispielsweise aus dem Nachfrageverhalten der Kunden ergeben.

Jeder Strukturwandel wurde auch bisher nur durch Einsatzfreude, unternehmerischen Wagemut und nicht zuletzt Phantasie bewältigt. Das gilt auch heute. Wir sind davon überzeugt, dass diese Einstellung uns auch weiterhin auf dem gemeinsamen Weg in die Zukunft, das Leben vor Ort lebenswert erhalten wird.

Besuchen Sie unsere Gewerbeschau in Rittershausen – Wir freuen uns auf SIE!

Ihre Bürgermeister
Götz Konrad und Andreas Thomas


Der Hallenplan: 17 Akteure zeigen im Rudolf-Loh-Center ihr Könen, vier Aussteller finden sich vor der Mehrzweckhalle.


Die Gewerbevereinigung Eschenburg und Dietzhölztal (GED) hat mit den Vorbereitungen für die Gewerbeschau im April diesen Jahres begonnen und wird dabei von beiden Gemeinden unterstützt. Für den 22. und 23. April laden Einzelhändler, Handwerker, Unternehmen und beide Kommunen bereits zum 11. Mal ein zu einer interessanten Präsentation Ihres Leistungs- und Warenangebotes. Zum dritten Mal findet die Messe im „Rudolf-Loh-Center“ Rittershausen statt.
Rund 20 Teilnehmer bieten einen attraktiven Blick auf Textilien, Dekorationsstoffe, Raumausstattungen, Schmiedekunst, verschiedene Handarbeitstechniken und –waren, Maler- und Renovierungsprodukte, Schmier- und Treibstoffe, Heizung und Sanitär, Möbel, Deko-Artikel und das alle betreffende Thema Bestattungen.

Auch beide Gemeinden werden mit einem Stand und dem gemeinsamen Freizeitbad „Panoramablick“ für die Wohlfühl-Angebote im Dietzhölztal werben. Neben einem interessanten Rahmenprogramm mit einer gut ausgestatteten Tombola, einem Geschicklichkeitsparcours und dem Kräftemessen bei Autorennen, wird es ein leckeres Angebot an Speisen und Getränken für die Besucher geben.

Gemeinsdam bei der Gewerbeausstellung

Gemeinsam bei der Gewerbeausstellung (von links): Eschenburgs Bürgermeister Götz Konrad, Reiner Schwehn von der GED und Dietzhölztals Bürgermeister Andreas Thomas.

Einer der Tombola-Hauptgewinne wird den glücklichen Gewinner mit einem Ballon über Eschenburg und Dietzhölztal fahren lassen. Fragen rund um die Gewerbeschau beantwortet Reiner Schwehn, Telefon (02774) 1687 oder an saeler@t-online.de per E-Mail.

Kurse

Kinderschwimmkurse mit Janek Stiebing

Wir sind auf Kurs. Neu im Programm sind am Freitagnachmittag Kinderschwimmkurse der Schwimmschule „Delfish“.

Im Laufe der Woche gibt es etliche Angebote für alle Altersklassen. Lesen Sie hier die Zeiten und Ansprechpartner, an die Sie sich wenden können.

Beachten Sie bitte, dass alle Kursanbieter auch stärker zur Finanzierung des Freizeitbades beitragen. Pro Teilnehmer und Übungseinheit werden über den normalen Eintritts-Preis 0,50 € geleistet. Dafür sagen wir Danke.  Denn dadurch bleibt unser „Panoramabad“ auch weiter „auf Kurs“. Möchten Sie auch einen Kurs im Bad anbieten? Dann sprechen Sie uns an.

Und hier die Angebote und Ansprechpartner (Stand: 01.03.2017):

Dienstag 08:00-08:30 Bewegungsbad (Praxis Debus, 02774/71330)

Dienstag 09:30-11:30 Babyschwimmen (Physiotherapie Petra Giersbach, 02774/6779)

Dienstag 18:30-19:15 Aquarobic (Martina Fidrowicz, 06468/917870) – offene Gruppe. Keine Anmeldung erforderlich

Mittwoch 08:00- 10:00 Wassergymnastik (DRK, Thorsten Weil, 02771/3030)

Mittwoch 10.00- 11:00 Babyschwimmen (Hebamme Sabine Andersch, 06465/912887)

Mittwoch 17.00-19.00 Schwimmtraining (TV Eibelshausen, Michael Stenger, 02774/71908)

Mittwoch 19:00-19:45 Aquajogging (Maya Finkeldei, 02774/923972) – kein Reha-Angebot

Freitag 15:00-17:15 Schwimmkurs für Kinder (Lena Christin Pudleiner, Delfish Schwimmschule, 01805/600 650)

Samstag 10:00-13:00 Schwimmkurs für Kinder (Janek Stiebing, 02773/71966, Delphin Schwimmschule)

 

 

BHKW im Bad liefert 8.033 Stunden im Jahr Strom und Wärme

Das „blaue Wunder“: Das Blockheizkraftwerk lief im vergangenen Jahr 8.033 Stunden und ist damit Spitzenreiter in der Disziplin Kraft-Wärme-Kopplung. (Foto: Krentscher)

Das „blaue Wunder“: Das Blockheizkraftwerk lief im vergangenen Jahr 8.033 Stunden und ist damit Spitzenreiter in der Disziplin Kraft-Wärme-Kopplung. (Foto: Krentscher)

Bei der 8. Energie-Messe liefert das Freizeitbad nicht nur ein paar Gutscheine für die Tombola, sondern das Top-Ergebnis in der Disziplin Kraft-Wärme-Kopplung. Das „blaue Wunder“, wie das Blockheizkraftwerk auch bei Techniktouren im Schwimmbad angekündigt wird, ist im vergangenen Jahr 2016 insgesamt 8.033 Stunden gelaufen. Auf zusammengerechnet 37.773 Betriebsstunden kam das BHKW vom Typ „Buderus Loganova EN50“ damit seit seinem Einbau im Jahr 2012.
Mit günstigem Erdgas, das zusammen mit der Gemeinde Eschenburg und der Stadt Dillenburg massenbezogen auf drei Jahre ausgeschrieben worden war, erzeugte der Motor im vergangenen Jahr neben 653.670 Kilowattstunden Wärme auch 383.680 kWh Strom. Fast 90 Prozent von diesem Strom werden auch wieder im Bad selbst verbraucht.
Der Einbau des ersten BHKW im Jahr 1996 war eine Zeitenwende für den Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“. Besser gepflegt als so manches Scheckheft, hat das Aggregat aus dem Hause Köhler & Ziegler 223.520 Betriebsstunden

besten Badespaß und viel warmes Wasser bereitet.
Für die Gemeinde Eschenburg war das BHKW im Bad Vorbild für einige Heizungs-Erneuerungen, an denen in der Grundlast vieles hängt: Im Keller der Grundschule Hirzenhain (wo auch das Dorfgemeinschaftshaus an der Heizung hängt), das Dienstleistungszentrum in der alten Schuhfabrik, die Mehrzweckhalle in Wissenbach und zuletzt das Rathaus im

BHKWalt

Lief fast so gut, wie der „Otto-Motor“ links: Das alte BHKW lief von 1996 bis 2012 223.520 Betriebsstunden. Eschenburgs Ehrenbürgermeister Otto Friedrich Schlemper hat den Zweckverband fürs Schwimmbad 1969 gegründet. (Foto: Konrad)

Nahwärmeverbund mit dem Bürgerhaus waren ideale Einsatzmöglichkeiten für Kraft-Wärme-Kopplung. Die Motoren haben alle 5,5 Kilowatt elektrische Leistung – ein Zehntel des Bad-BHKW – und können in solchen Häusern viel für den Eigenverbrauch liefern.
Verglichen mit dem „Blauen Wunder“ im Bad leistet die Microgasturbine beim Abwasserverband weniger. Mit bis zu 30 kW Leistung sind im vergangenen Jahr 128.486 Kilowattstunden eingespeist worden. Dazu muss man wissen, dass die Abwärme die Heizung für den Klärprozess spart und dass das Gas sonst abgefackelt werden müsste.
Info: Mehr Betriebsgeheimnisse aus dem Bad verrät die Seite www.freizeitbad-panoramablick.de/techniktour im Internet. Am 3. Oktober ist wieder Technik-Tour zum „Türöffner-Tag“.

Neues aus dem Freizeitbad

  • Frank Happel ist seit Jahresbeginn neuer Betriebsleiter des Freizeitbads „Panoramablick“. Das hat der Vorstand des Zweckverbands nach vorheriger interner Ausschreibung der Funktion am 08.12.2016 beschlossen.
  • Die Besucherzahlen sind den Mitgliedern von Vorstand und Verbandsversammlung detailliert zur Kenntnis gegeben worden. 2016 hatte das Schwimmbad 178 Besucher. Darunter waren 18.344 Erwachsene und 8.821 Jugendliche. 25.164 Mal wurde der „Kurzzeittarif“ gebucht. 1.788 Familien (jeweils gerechnet mit 4 Personen) nutzten das Freizeitbad. 1.605 Gruppen, etwa aus Kindergärten und Vereinen, kamen ins wohlig warme Nass.
  • War die Besucherzahl 2016 leicht rückläufig, halten sich die Teilnehmer beim Schulschwimmen stabil: 15.045 Schülerinnen und Schüler aus den Landkreisen Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf nutzen das Bad am Montag-, Donnerstag- und Freitagmorgen im Schuljahr 2015/2016. 711 Besucher kamen mit dem Ferienpass kostenlos ins Bad. Für den Ferienpass wurden vorher 273 Dauerkarten an Eschenburger Kinder verkauft, 133 Tickets gingen nach Dietzhölztal.
  • Zum Thema Kostenerstattung des Kreises für Schulschwimmen wird die Kreisversammlung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes ihre Arbeitsgruppe aktivieren, um einen Vorschlag für die Behandlung der verbliebenen neun Schwimmbäder im Kreis zu erarbeiten. Als die AG letztmals tagte, gab es im Kreis noch elf Hallenbäder. Herborn und Mademühlen wurden geschlossen.
  • Nach 36 Jahren mit Wassergymnastik-Kursen haben wir Barbara Frech verabschiedet. Vom DRK hat als vorläufiger Nachfolger Thorsten Weil die Kurse am Mittwochmorgen (bisherige Zeit 8 bis 10 Uhr) übernommen.
  • Neu starten Schwimmkurse für Kinder ab 4 Jahre, die die Schwimmschule Delfish anbieten möchte. Der neue Termin ist freitags zwischen 15 und 17 Uhr.
  • Die Kurse im Bad haben im vergangenen Jahr 8.141,12 € netto erbracht. Für jeden Teilnehmer werden pro Übungseinheit im Bad zusätzlich zum Eintritt 0,50 € gezahlt, was netto 1.038,65 € einbrachte. Für weitere Kurse entrichten die Anbieter die Nutzungspauschal und der Badegast löst einzeln seinen Eintritt. Dies hat uns weitere Einnahmen von 515,96 € netto gebracht.
  • Die Werbung an der Wand hat im vergangenen Jahr 5.000 € erbracht. Die Werbe-Partner zahlen 500 € netto an Miete pro Jahr. Durch Wechsel sind einige Felder an der Schwimmhallenwand frei geworden.
  • Dass das Freizeitbad sich als Werbepartner bewährt hat, zeigt auch die neue Rückseite der Eintrittskarten. Wo früher Eigenwerbung mit den Öffnungszeiten prangte, wirbt nun die EAM als Stromversorgung für ihre Dienste. Das passt ganz gut, wenn auch nicht gekoppelt: Die EAM ist auch in den Jahren 2017 bis 2019 der Stromlieferant fürs Freizeitbad, für den Abwasserverband, für die Gemeinde Eschenburg und die Stadt Dillenburg mitsamt Stadtwerke und Servicebetriebe.
  • Die Gesamt-Summe von 522,32 € hat der Förderverein dem Freizeitbad seit 2010 zugeführt. 2016 waren dies der Umbau des Pavillons zu Dusche und WC für Behinderte für knapp 6.000 € sowie ein neuer Flyer und Dienstkleidung für die Mannschaft, die wiederum von der Sparkasse gesponsert und erstmals von einer Stickerei in Dietzhölztal mit dem Logo des Freizeitbades versehen worden ist.
  • Am 22. und 23. April möchte sich das Freizeitbad „Panoramablick“ zusammen mit den beiden Mitgliedsgemeinde bei der Gewerbeausstellung der Gewerbevereinigung Eschenburg-Dietzhölztal im Rudolf-Loh-Center in Rittershausen präsentieren.
  • Das Rolltor im Keller ist defekt und nicht mehr zu reparieren. Da hier die Anlieferung von Chemikalien usw. erfolgt, musste kurzfristig reagiert werden. Aus Kostengründen haben wir als Ersatz eine 2-flügelige Tür in Auftrag gegeben. Kosten betragen 2.912,00 Euro netto.
  • Der TV Herbornseelbach hat sein viertes Weihnachtsschwimmfest veranstaltet. In unserem Freizeitbad wurden am 17.12.2016 zwei Nachwuchswettkämpfe mit großem Zuspruch ausgerichtet.
  • In der Sitzung am 08.12.2016 hat der Vorstand die Jahresabschluss 2009 mit 94.198,54 € Überschuss im Ergebnis und 3.474.346,86 € Bilanzsumme festgestellt.
  • Der Bauantrag für das Altenheim am Bad ist eingereicht und wird vom Kreis bearbeitet.

„Schwimmbad-Parlament“ erstmals mit neuer Satzung

 

Die Verbandsversammlung hat in ihrer Sitzung am 18.01.2017 den Haushalt 2017 beschlossen und das Bauprogramm 2017-2022.

Mit der neuen Satzung haben Verbandsversammlung und Verbandsvorstand erstmals getagt. Unsere neue Seite „Gremien“ erklärt, wer im Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ entscheidet.

 

 

Neue Satzung erhält Zustimmung in den Parlamenten

Das Glanzlicht im Dietzhölztal: Das Freizeitbad "Panoramablick" ist für die beiden Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal eine wichtige Freizeiteinrichtung - und darüber hinaus für die ganze Region. (Foto: Elevenpictures)

Das Glanzlicht im Dietzhölztal: Das Freizeitbad „Panoramablick“ ist für die beiden Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal eine wichtige Freizeiteinrichtung – und darüber hinaus für die ganze Region. (Foto: Elevenpictures)

Der Zweckverband “Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal”, so heißt der 1969 gegründete Träger des Freizeitbad “Panoramablick”, hat am will am 12.12.2015 eine neue Satzung beschließen, in der erstmals das Defizit nach den tatsächlichen Einwohnern der beiden Mitgliedsgemeinden umgelegt wird. Nun müssen die Parlamente der beiden Mitgliedsgemeinden Dietzhölztal und Eschenburg zustimmen, damit die Grundlage des Miteinanders greift.

Gemäß § 19 KGG (Heranziehung der Verbandsmitglieder) wurde erstmals auch für die Umlage der ungedeckten Kosten des laufenden Betriebes die Einwohnerzahl der beiden Gemeinden (§ 17 der Verbandssatzung) herangezogen. Dieser Vorteilsmaßstab ist gängiger Verteilungsschlüssel. Im Übrigen lässt sich auch der Nutzen für beide Gemeinden im gleichen Verhältnis erkennen, wenn man z. B. die Zahlen beim Schulschwimmen, beim Ferienpass und bei den Besuchern betrachtet.

Die Investitions-Zuweisungen der beiden Gemeinden, die auf Vorschlag von Dietzhölztaler Vertretern seit dem Haushalt 2012 aufgenommen worden ist und noch nicht in der Satzung verankert war, hatte eine Aktualisierung der Satzung notwendig gemacht. Diese neue Regelung griff seit 2012 erstmals mit der Erneuerung des Dampfbades. Das ist an der Investitionsübersicht seit dem Jahr 2000 ist abzulesen, wobei der Förderverein ebenso viele Mittel eingebracht hat.
Nachdem letzte Fragen in einer ersten Beratungsrunde der Ältestenräte der beiden Gemeinden am 15.04.2015 geklärt worden war, sind die dabei geäußerten Änderungswünsche nach Stellungnahmen des Hessischen Städte- und Gemeindebundes und der Kommunalaufsicht beim Lahn-Dill-Kreis eingearbeitet und regeln vor allem

  • eine nötige 2/3-Mehrheit bei Beschlüssen der Verbandsversammlung
  • eine Übergangsfrist bis 2025 für den Fall einer vorzeitigen Auflösung des Zweckverbandes (bis dahin sollten alle Darlehen sein – eine Auflösung de Verbandes bis zu diesem Zeitpunkt würde eine Aufteilung der Verbindlichkeiten wie auch des Vermögens nach dem alten Umlagenschlüssel – 8 Prozent Dietzhölztal, 92 Prozent Eschenburg – bedeuten.

Nach einer weiteren Verhandlungsrunde kam von Seiten Eschenburgs ein Kompromissvorschlag, die Satzung erst zum 01.01.2017 in Kraft treten zu lassen.

Diese erneut geänderte Satzung hat die Verbandsversammlung des Zweckverbandes „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ am 12.12.2015 beschlossen.

Damit das neue Regelwerk in Kraft treten kann, müssen die Gemeindevertretungen der beiden Mitglieds-Gemeinden Zustimmung beschließen. Die Entscheidung fällt in Dietzhölztal am 14.12.2015 (18 Uhr DGH Ewersbach) in öffentlicher Sitzung. Dietzhölztals Gemeindevertretung hat mit 12 Ja und 9 Nein der neuen Satzung zugestimmt.

In Eschenburg wird die Gemeindevertretung wird am 17.12.2015 ihre entscheidende Sitzung haben, die um 18 Uhr im Bürgerhaus in Eibelshausen (Jahnstraße 3) beginnt und ebenfalls öffentlich ist. Eschenburgs Gemeindevertretung hat der neuen Satzung einstimmig zugestimmt.

Investitionen seit dem Jahr 2000 – und für die Zukunft!

Obwohl seit 1973 am Start, ist das Freizeitbad „Panoramablick“ jung und im Schwung. Wir haben Schritt für Schritt gemeinsam investieren können. Besonderheiten wie der Thermo-Behälter unter dem Außenbecken, der große Wärmetauscher im ausgedienten Heizöltank unter dem Schwimmerbecken und nicht zuletzt das erste Blockheizkraftwerk kamen bereits in den 90er Jahren. Seit dem Jahr 2000 haben wir insgesamt rd. 2,3 Mio. € in Substanzerhalt und Innovation angelegt. Davon kam fast eine halbe Million Euro als Zuschüsse vom Land, von der EKM gGmbh und vor allem von unserem Förderverein. Der Förderverein hat in den Jahren 2010 bis 2016 die Summe von 34.522,32 € in das Freizeitbad investiert. Vielen Dank dafür!

Vorher - Nachher: Einen Unterschied wie Nacht und Tag hat die Sanierung 2008/2009 ergeben, bei dem nicht nur die Unterdecke erneuert wurde, sondern eine Sanierung bis an die tragenden Teile der Dachkonstruktion ging und mit einer modernen Lüftung auch die Möglichkeit der Wärmerückgewinnung gab.

Vorher – Nachher: Einen Unterschied wie Nacht und Tag hat die Sanierung 2008/2009 ergeben, bei dem nicht nur die Unterdecke erneuert wurde, sondern eine Sanierung bis an die tragenden Teile der Dachkonstruktion ging und mit einer modernen Lüftung auch die Möglichkeit der Wärmerückgewinnung gab.

Jahr Sanierung / Modernisierung Betrag Zuschuss
2001 Anbau mit Baby-Badelandschaft, Whirlpool 560.000 €
2003 Neugestaltung Eingangsbereich außen 50.000 €
2004 Außendämmung, Kassenautomat 90.000 €
2005 Umbau UG Fitnessstudio, Erneuerung Leitungssystem 99.000 €
2006 Austausch Fenster Umkleiden und Untergeschoss 23.000 €
2007 Erneuerung WC und Trennwände 13.000 €
2008 Umbau Kellerräume für gewerbliche Nutzung 7.000 €
Erneuerung Filter Außenbecken 22.000 €
2009 Erneuerung Lüftung mit Wärmerückgewinnung 443.000 € 300.000 € Land Hessen
Erneuerung Unter- und Abhangdecke 234.000 €
Erneuerung Stahlbeton-Dachträgerkonstruktion 170.000 €
Erneuerung Glasscheiben über Babybecken und Whirlpool 18.000 €
2010 Filterbehälter für Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken 53.000 €
2010 Defibrillator 1.200 € 1.200 € Förderverein
2011 Brandschutzkonzept 30.000 €
Abhangdecke Praxisräume 3.000 €
2011 Laufställchen 600 € 600 € Förderverein
2012 Erneuerung Außenbecken-Unterwasserbeleuchtung LED 13.000 € 13.000 € Förderverein
Erneuerung Sicherheitsbeleuchtung 45.000 €
Erneuerung Elektrohauptverteilung und Trafostation 45.000 € 42.000 € EAM
Erneuerung Blockheizkraftwerk und MSR 200.000 € 90.000 € Land Hessen
Erneuerung Dampfbad 47.000 €
Gerätepool für Schulen und Vereine 0 € Förderverein
2013 Erneuerung Dosier-, Mess- und Regeltechnik Chlor 26.000 €
Brandschutzkonzept 10.000 €
Dunstabzugshaube Bistro 4.400 € 4.400 € Förderverein
2014 Zwei effiziente Umwälzpumpen 34.000 €
Erneuerung MSR & Elektro (Unterverteilung Bistro/Praxis) 6.000 €
Brandschutzkonzept 10.000 €
Trennwände Duschen mit Regalen und Haken 6.300 € 6.300 € Förderverein
2015 Brandschutzkonzept 15.000 €
Gesamt 2.278.500 € 457.500 € Zuschüsse

Anstehende Projekte / Bauprogramm

Und wir haben noch was vor. In einem „Bauprogramm“ ist genau aufgelistet, was wann „dran“ ist. Der gesamte Umkleidebereich ist wie auch die letzte alte Glasfront an der Eingangs-Seite noch Erstausstattung. Familienfreundlicher und Behinderten gerecht soll es in einer zeitgemäßen Umkleide zugehen. Für den gesamten Eingangsbereich haben wir überdies – zusammen mit dem Förderverein – Ideen entwickelt, das bisherige Bistro zu einer Begegnungsstätte auszubauen und den Kassenautomaten zu einer touristischen Anlaufstelle umzugestalten. Energieeffizienz steckt im Detail: Die ersten beiden Umwälzpumpen im Untergeschoss wurden bereits mit moderner Technik umgerüstet, weitere müssen folgen.

Das nachfolgende Bauprogramm 2017-2022 hat die Verbandsversammlung am 18.01.2017 so beschlossen. Nach jetzigen Stand der Dinge werden die Projekte der Jahre 2017 und 2018 (Umkleide, Kasse, Fassade) im Januar 2018 in einem längeren, aber zusammengelegten Schließungszeitraum erfolgen. Die jährliche Revision im Herbst wird dafür gleich mitgemacht, um die Schließung so kurz wie möglich zu halten.

Gesamt Bauprogramm 2017-2022500.000 €
2017Erneuerung Umkleide und Garderobenanlage105.000 €
Nebenarbeiten Umkleide - Schreiner-, Anstreicher-, Fliesen-45.000 €
2018Erneuerung Fensterfront Eingangsbereich40.000 €
Umgestaltung Eingangsbereich (Kasse-Verkauf)10.000 €
Erneuerung Eintritts- und Kassensystem85.000 €
2019Erneuerung Stahlfenster- und Türelemente im UG10.000 €
2020Erneuerung Wassertechnik II.BA - Schaltschrank, Pumpen65.000 €
2021Erneuerung Heizkesselanlage70.000 €
Erneuerung MSR-Technik Heizung - III.BA50.000 €
2022Erneuerung Toiletten Eingangsbereich20.000 €

 

Daraus ist leicht zu erkennen: Wir sind auf einem guten Stand! Und für die nächsten Etappen liegt der Kompass an. Wenn Sie selbst die Fortschritte sehen möchten, besuchen Sie unsere „Technik-Tour“. Immer wieder laden wir ein zu einem Rundgang durch die Technik im Verborgenen. Aus erster Hand können Sie erfahren, was „Bademeister“ so alles drauf haben müssen, wieviel Aufwand im Untergrund für ein unbeschwertes Badevergnügen erbracht wird und mit welcher Akribie und Effizienz die Mannschaft vom Freizeitbad „Panoramablick“ fast jeden Tag arbeitet. Schauen Sie mal rein – hier auch fstgehalten in einem Video von mittelhessen.de

 

Bonus für Bäder: Wir bleiben dran!

Für die Region - Herkunft unserer Badegäste

Bonus für Bäder – mehr als die Hälfte unserer Badegäste kommen außerhalb der beiden Gemeinden, die das Freizeitbad tragen.

Der Förderverein des Freizeitbads bleibt beharrlich mit unserer Forderung nach einem „Bonus für Bäder“ am Gesetzgeber und am Petitionsausschuss. Die neueste Antwort aus dem Finanzministerium zur Petition 2052/19 zur Berücksichtigung von Schwimmbädern im Kommunalen Finanzausgleich ist zwar umfangreich, aber in ihren Ausflüchten und Ausreden nicht neu. Wenn mit dieser Landesregierung keine Lösung zu finden ist, brauchen wir bald eine neue. Locker lässt unser Förderverein aber nie.

An die Ministerien der Landesregierung und Fraktionen des Landtages hat sich der Förderverein des Freizeitbades hilfesuchend gewandt. Das Antwortschreiben des Finanzministeriums gibt es nur die altbekannten Ausflüchte, dass bei der Bedarfsberechnung für den Kommunalen Finanzausgleich alles eingerechnet worden sei… blöd nur, dass bei den Bedürftigen nichts ankommt. Dass der KFA den Kurbädern etwas zukommen lässt, wird beantwortet mit dem Hinweis, dass Kurorte auch nicht so viele Gewerbegebiete ausweisen könnten wie andere. Immerhin: Ein Ausgleich über den KFA geht ja dann doch, wenn der Gesetzgeberes will… Neu ist nur der Hinweis, dass dies von der „kommunalen Familie vor Ort geregelt werden“ müsse. Nicht neu ist dem Ministerium dass z. B. der Kreis außer Kreisumlage und Schulumlage keine Instrumente zum Geldeinsammeln und Verteilen hat. Die Beharrlichkeit des Fördervereins führte dann doch zu einer Anfrage an den Landtag, den das Ministerium des Inneren und für Sport mit Schriftsatz vom 02.11.2015 beantwortet. Kurz-Fassung: Das Land hat (noch) keinen Überblick, wieviele Schwimmbäder im Land damit zu kämpfen haben, dass sie für den Schulsport und die Vereine ein günstiges Angebot weitgehend alleine gelassen finanzieren und zunehmend ins Trudeln geraten. Wir bleiben dran: Bonus für Bäder!

Da half auch der Ministerpräsident nicht mehr – lesen Sie hier den Brief von Volker Bouffier (150717 MP Antwort Bonus für Bäder).  Das Gesetz über den neuen Kommunalen Finanzausgleich (KFA) ist im Landtag so durchgepaukt worden. Wie der „Landesvater“ glauben wahrscheinlich auch die meisten Entscheidungsträger dort, dass der Bedarf auch für Sport und Schwimmbäder „zu 100 %“ eingerechnet worden ist. Doch das ist, wie mehrfach hier dargestellt, nur die halbe Wahrheit. Weil im so genannten Korridorverfahrenden kommunen Ausgaben von insgesamt 814 Mio. € (das sind über 8 Prozent) nicht anerkannt worden sind, ist zu wenig in der Verteilung. Und die Weichen sind falsch gestellt an diesem „Verschiebebahnhof“ KFA: Für Theater, Kurbäder und Stationierungsstreitkräfte gibt es was. Frankfurt erhält sogar einen „Metropolzuschlag“…aber ein „Bonus für Bäder“ ist nicht drin. Traurig aber wahr. Wir bleiben dran!

Nachdem aus dem Finanzministerium keine Antwort mehr kommt, haben wir an den Ministerpräsidenten geschrieben (hier der Brief 150630BriefMP_KFA_ Bonus) . Volker Bouffier hat dem Freizeitbad „Panoramablick“ wie vielen Einrichtungen in Hessen geholfen, als er Minister des Inneren und für Sport war: Mit einem 50 Millionen Euro starken Hallenbad-Investitionsprogramm (HAI) wurde die Modernisierung und Sanierung von Schwimmbädern gefördert. Diese Fortschritte nun aufs Spiel zu setzen, wenn bei der Reform des so genannten Kommunalen Finanzausgleichs (KFA) nichts für die Hallenbäder mit Vereinssport und Schulschwimmen getan wird, können wir im „Sportland Hessen“ nicht verstehen. Und dabei kostet es das Land noch nicht einmal Geld, denn der KFA verteilt kommunale Mittel. Und es ist eine Frage des Ausgleichs, das einige Gemeinden – in unserem Fall sogar gemeinsam – ein Schwimmbad betreiben und der Rest der Region nimmt das fröhlich in Anspruch. Wenn dieser Tage etwas von einer „Einigung“ oder einem „Kompromiss“ zwischen Land und Kommunen durch die Medien geistert….nehmen Sie es nicht für bare Münze. Wenn das Land großzügig Mittel des Bundes an die Kommunen weiterleitet, für die das Geld ja auch bestimmt war, nehmen wir das Angebot freilich gerne an. Das entbindet Hessen aber nicht, seine Hausaufgaben zu machen. Wenn die Aufwendungen für Kinderbetreuung, Kultur und Sport angeblich in den Bedarf eingerechnet worden sind, muss es wohl am Pauschalabzug liegen, dass wir hier nichts davon erahnen oder gar sehen können…Bonus für Bäder, sonst gibt es Theater, lieber Landesvater!

Unseren Vorschlag für einen „Bonus für Bäder findet man zwar nicht im Gesetzesentwurf zur Neuregelung des Kommunalen Finanzausgleichs (KFA), aber dafür zunehmend in den Medien. Die „Frankenberger Allgemeine“ macht die Geschichte am 18.06.2015 sogar zum Tages-Thema mit Bericht auf Seite 1. (hier als PDF 150618HNABerichtBonus).

Bislang bekommen nur die Kur- und Heildbäder in Hessen aus dem so genannten „Bäderpfennig“ zusammen rd. 13 Millionen Euro, wie hier ein Beispiel aus Bad Endbach. Nicht, dass die normalen Hallenbäder das den Nachbarn nicht gönnen, aber dazu passt die Antwort aus Wiesbaden nicht, ein „Bonus für Bäder“ könne es nicht geben. Die Standort-Kommunen von Kurbädern erheben mitunter eine Kurtaxe, bei den einzelnen Anwendungen zahlen zudem die Krankenkassen. Das bleibt den „normalen“ Hallenbädern verwehrt… Wir bleiben dran!

Die bisherige Antwort aus dem Finanzministerium (hier zum nachlesen: 150529 HMdF Finanzausgleich Hallenbäder ZV Bonus) ist keine, findet Verbandsvorsteher Götz Konrad. Der Eschenburger Bürgermeister ist als „Schwimmbad-Chef“ enttäuscht über einen Schriftsatz, den Finanzminister Dr. Thomas Schäfer unterzeichnet hat: Der vielerorts im Land formulierte Wunsch nach einem „Bonus für Bäder“ ist bei den Beratungen über den neuen Kommunalen Finanzausgleich (KFA) bislang nicht berücksichtigt worden.

„Im Ergebnis ist der Finanzbedarf durch den Betrieb eines Hallenbades somit durch den neuen KFA gedeckt. Zusätzliche Zuweisungen oder gar die Einführung einer Umlage zur Schwimmbadfinanzierung sind nicht zu rechtfertigen“, heißt es in dem Schreiben.

„Geht nicht, gibt’s nicht“, entgegnet Bürgermeister Konrad und verweist auf die Zuschüsse für Theater, die im gleichen Gesetz geregelt werden, und vor allem auf den „Bäderpfennig“, der im KFA an 30 Kurorte in Hessen jährlich 13 Millionen Euro verteilt. „Alle übrigen Hallenbäder dienen zwar ,nur‘ der normalen Gesundheit, dem Schulschwimmen und dem Vereinssport, aber wir erhalten weder Zuwendungen der Krankenkassen oder erheben Kurtaxen“, so Konrad.

Was den Verbandsvorsteher am meisten an dem Schreiben des Hessischen Ministeriums der Finanzen (HMdF) ärgert, ist die Empfehlung, Interkommunale Zusammenarbeit anzustreben, die IKZ-Beratungsangebote des Landes zu nutzen und das „weitere Verfahren der Neuordnung des KFAS positiv zu begleiten“. Der Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ ist nämlich bereits 1969 als Kooperation der Vorgänger-Gemeinden der heutigen Kommunen Eschenburg und Dietzhölztal entstanden. 55 Prozent der jährlich rund 80.000 Besucher kommen indes von außerhalb.

„Weil die beiden Kreise schon fürs Schulschwimmen einen Beitrag leisten und keine weiteren Umlagen als die Kreisumlage und die Schulumlage erheben dürfen, gehen die Tipps des HMdF hier voll auf Tauchstation“, bemängelt Konrad.

Und dabei hatte der Wunsch nach einem „Bonus für Bäder“ prominente Unterstützung gefunden: Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes, hatte sich in Wiesbaden für eine Lösung in der Bäderfinanzierung eingesetzt.

In den 426 Städten und Gemeinden gibt es nach einer aktuellen Umfrage des Hessischen Schwimmverbandes (HSV) 153 Hallenbäder, von denen bereits 17 geschlossen sind. Die Tendenz steigt mit den Geldsorgen, die die meisten hessischen Kommunen plagen. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft DLRG beklagt seit Jahren, dass immer weniger Menschen Schwimmen lernen und die Gefahr zu ertrinken steigt. Dass dies auch für den Urlaub oder den Besuch am Baggersee gilt, hatten die Sportlehrer der nahen Holderbergschule in einem „Offenen Brief“ publik gemacht.

Bevor das Gesetz nun in die Beratung der Landtags-Gremien geht, hoffen Bürgermeister Konrad und viele Kollegen in Hessen, dass beim Gesetzgeber doch noch die Einsicht aufkommt, dass der neue Finanzausgleich eine „historische Chance“ ist, um hiermit den Fortbestand der Hallenbäder zu sichern.

Zuschüsse des Landes auf Investitionen

Insgesamt 390.000 € Zuschuss hat das Land Hessen für Investitionen im Freizeitbad „Panoramablick“ in den Jahren 2009 und 2012 bezahlt, als Volker Bouffier noch Innen- und Sportminister war. Damit konnte das Hallenbad durch Sanierung der Decke, moderne Lüftung und neue Steuertechnik auf den aktuellen Stand gebracht werden. Für den laufenden Betrieb will das Land Hessen indes keine Verbesserung für die Träger-Gemeinden schaffen, obgleich ein „Bonus für Bäder“ aktuell als historische Chance bei der Neuregelung der Kommunalfinanzen gilt. (Foto: Archiv)

„Sonst wären die 50 Millionen Euro regelrecht versenkt, die das Land Hessen – damals noch unter dem Sportminister Volker Bouffier – als Zuschuss für Investitionen in Schwimmbädern dankenswerterweise gegeben hat“, befürchtet Konrad. Im Freizeitbad „Panoramablick“ wurden in den Jahren 2008 und 2012 insgesamt 390.000 € vom Land als Förderung dazu gegeben, um die Technik an wichtigen Stellen auf den neuesten Stand zu bringen.

 


 

Am Donnerstag (27. Mai) trifft sich Dr. Rolf Müller als Präsident des Landessportbundes Hessen (lsb h) mit dem Minister des Inneren und für Sport Peter Beuth und dem Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, um mit beiden über den „Bonus für Bäder“ zu sprechen. Landessportbund wie Schwimmverband sehen in der anstehenden Neuordnung des so genannten Kommunalen Finanzausgleichs (KFA) eine Chance für eine solidarische Lösung der Schwimmbad-Finanzierung.

In den 426 Städten und Gemeinden gibt es nach einer aktuellen Umfrage des Hessischen Schwimmverbandes (HSV) 153 Hallenbäder, von denen bereits 17 geschlossen sind. Die Tendenz steigt mit den Geldsorgen, die die meisten hessischen Kommunen plagen. Mehr hier in einer Pressemitteilung des lsb h.

Vorgeschichte: Aus unseren Besucher-Befragungen – zuletzt vom Förderverein akribisch ausgeführt – wissen wir: Mehr als die Hälfte unserer rund 80.000 Badegäste im Jahr kommen nicht aus den beiden Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal, die als Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ das Schwimmbad tragen. Interessanterweise kommen etwa 5 Prozent unserer Besucher aus Biedenkopf, der Heimatstadt von Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. Schon allein deshalb hatte vor geraumer Zeit Verbandsvorsteher Bürgermeister Götz Konrad bei ihm angefragt, ob eine solche regionale Leistung wie ein Schwimmbad über den so genannten Kommunalen Finanzausgleich (KFA) eine Förderung erfahren könne.

Frage an den Finanzminister: Dr. Thomas Schäfer (links) musste sich die Forderung nach einem "Bonus für Bäder" sogar auf Partei-veranstaltungen anhören.

Frage an den Finanzminister: Dr. Thomas Schäfer (links) musste sich die Forderung nach einem „Bonus für Bäder“ sogar auf Partei-veranstaltungen anhören.

Weil eine verlässliche Finanzierung der 426 Kommunen und 21 Kreise ab 2016 nun am Bedarf orientiert wird (www.kfa2016), erhöhte sich die Hoffnung, dass hierbei nun wirklich auch etwas für diese wichtigen Einrichtungen getan werde. Auch der Förderverein des Freizeitbads sprach mit der Frage „Bonus für Bäder“ Finanzminister Dr. Schäfer direkt an. Auch bei einer Veranstaltung der Kreisversammlung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes im März in Solms, als etliche Landtagsabgeordnete dabei waren, wurde dieser Vorschlag unterbreitet . „Bonus für Bäder, sonst gibt es Theater!“, spielten einige darauf an, dass Einrichtungen wie Theater eine direkte Zuweisung aus dem KFA erhielten, aber für Schwimmbäder keine spürbare Entlastung bei den Trägern erkennbar sei.

Als die Hessenschau am 31.03.2015 einen Beitrag  ausstrahlte mit dem Titel  “Neues Modell soll Schwimmbäder retten” (Video hier im Internet) wurde die landesweite Bedeutung unserer Bonus-Forderung deutlich: Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbund Hessen, hatte kurz zuvor eine solche Lösung für die Bäder gefordert. Für den LSBH ist es nun ein beherrschendes Thema im Jahr 2015, die Bäderfinanzierung neu zu ordnen (-> hier geht es zum Schwerpunkt-Thema „Den Trägern steht das Wasser bis zum Hals“).

Bei der anstehenden Einwohnergewichtung könne ein solcher „Bonus für Bäder“ leicht eingerechnet werden, heißt es im Vorschlag des Zweckverbandes „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ an das Land Hessen (-> hier der Brief ans Ministerium 150402 ZV Bonus für Bäder KFA 15015). „Ein ‚Bonus für Bäder‘ kann davor schützen, dass weitere Schwimmbäder schließen. Die KFA-Reform ist dafür eine historische Chance“, schrieb Eschenburgs Bürgermeister Götz Konrad kurz vor der ersten Lesung des Gesetzes an viele Landtagsabgeordnete.

Bleibt nun zu hoffen, dass bei der Neuregelung der Kommunalfinanzen auch daran gedacht wird. Bonus für Bäder, sonst gibt’s Theater!

Fürs Schwimmbad Hasenstall gemistet

Spendenübergabe vorm Schwimmbad: Schülerinnen und Schüler der Klassen 2b und 5G1 hatten nicht einfach Geld gesammelt, sondern in der Nachbarschaft Dienste angeboten. Den Erlös überreichten sie nun den Bürgermeistern Götz Konrad und Andreas Thomas. (Foto: Aurand)

Spendenübergabe vorm Schwimmbad: Schülerinnen und Schüler der Klassen 2b und 5G1 hatten nicht einfach Geld gesammelt, sondern in der Nachbarschaft Dienste angeboten. Den Erlös überreichten sie nun den Bürgermeistern Götz Konrad und Andreas Thomas. (Foto: Aurand)

„Das erscheint im Vergleich als ein kleiner Betrag, aber Ihr habt einen großen Einsatz geleistet“, dankte Verbandsvorsteher Götz Konrad den Schülerinnen und Schülern. Die Klasse 2b der Eschenburgschule und die Klasse 5G1 der Holderbergschule haben für das Schwimmbad gesammelt. Die 40 Teilnehmer haben in Eigeninitiative nicht einfach um Spenden gebeten, sondern sie haben sich für Nachbarschafts-Hilfen selbst angeboten und das erhaltene Geld zusammengelegt.

141,24 Euro kamen insgesamt heraus, die nun den Bürgermeistern Götz Konrad (Eschenburg) und Andreas Thomas (Dietzhölztal) übergeben wurden, die als Verbandsvorsteher und Stellvertreter für das Freizeitbad „Panoramablick“ verantwortlich sind. Die Lehrerinnen Stefanie Torge (2b) und Christina Heim (5G1) waren völlig verblüfft von dem Tatendrang ihrer Schüler, hätte eine solche Aktion von der Schule aus nur mit hohen Hürden (z. B. Sammelerlaubnis, Versicherung) angestoßen werden können. Zusammen mit ihren Geschwistern zogen die Zweit- und Fünftklässler los und warben in der Nachbarschaft für das Schwimmbad, was in diesem Sommer spürbar „auf der Kippe“ steht. Über den „Offenen Brief“ der Sportlehrer und den Aktionen des Fördervereins wussten die Kinder, welch große Schwierigkeiten die beiden Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal im Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ haben, das Schwimmbad auch in Zukunft zu tragen.
Den Kindern war für den Erhalt des Freizeitbades keine Mühe zu groß: Straße kehren, Einkäufe erledigen oder sogar die Ställe von Hasen und Meerschweinchen ausmisten waren typische Dienstleistungen, die sie fürs Freizeitbad erbrachten.
„Das Schwimmbad darf nicht schließen“, malte die eine Klasse ein Bild. „Wenn Kinder nicht schwimmen lernen, ertrinken sie“, heißt es in einem Herz ergreifenden Brief der anderen. „Vielen Dank für Euren tollen Einsatz“, sagten die Bürgermeister Götz Konrad und Andreas Thomas. „Wir arbeiten alle daran, dass das Schwimmbad erhalten werden kann.“ Die Spende übergaben sie danach gemeinsam an Karin Aurand vom Förderverein des Freizeitbades. „Der Förderverein setzt sich wie Ihr für das Schwimmbad ein und motiviert die Erwachsenen, sich mit Aktionen und gezielten Spenden einzubringen“, erklärte Konrad.
Karin Aurand hatte auch gleich die Spendenbox des Vereins und eine Ladung Süßigkeiten als Dankeschön mitgebracht. „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt“, sagte Aurand. Der Förderverein hat dem Freizeitbad durch solche Spenden bereits ein Laufställchen in der Männerumkleide besorgt, damit auch Väter mit kleinen Kindern ins Bad kommen. Die Unterwasser-Beleuchtung im Außenbecken ist ebenfalls durch den Förderverein bezahlt worden. Die neuen Trennwände in den Duschen waren das jüngste Werk der Freizeitbad-Freunde. Und für die Zukunft planen Förderverein und Zweckverband, die Umkleiden und den Eingangsbereich zu erneuern. „Wir haben noch viel vor“, sagte Verbandsvorsteher Konrad. „Und das klappt viel besser mit solch einem Engagement.“
Info: Informationen zum Schwimmbad gibt es unter www.freizeitbad-panoramablick.de im Internet. Bei Facebook gibt es zudem zwei Seiten mit den Titeln „panoramablick“ und „schwimmbaddarfnichtuntergehen“, bei denen der Zweckverband und der Förderverein Aktuelles weitergeben.

„Das Schwimmbad darf nicht schließen“, schrieben die beiden Klassen an Zweckverband und Förderverein, die sich gemeinsam für den Erhalt des Freizeitbades „Panoramablick“ einsetzen.

„Das Schwimmbad darf nicht schließen“, schrieben die beiden Klassen an Zweckverband und Förderverein, die sich gemeinsam für den Erhalt des Freizeitbades „Panoramablick“ einsetzen.