BHKW im Bad liefert 8.033 Stunden im Jahr Strom und Wärme

Das „blaue Wunder“: Das Blockheizkraftwerk lief im vergangenen Jahr 8.033 Stunden und ist damit Spitzenreiter in der Disziplin Kraft-Wärme-Kopplung. (Foto: Krentscher)

Das „blaue Wunder“: Das Blockheizkraftwerk lief im vergangenen Jahr 8.033 Stunden und ist damit Spitzenreiter in der Disziplin Kraft-Wärme-Kopplung. (Foto: Krentscher)

Bei der 8. Energie-Messe liefert das Freizeitbad nicht nur ein paar Gutscheine für die Tombola, sondern das Top-Ergebnis in der Disziplin Kraft-Wärme-Kopplung. Das „blaue Wunder“, wie das Blockheizkraftwerk auch bei Techniktouren im Schwimmbad angekündigt wird, ist im vergangenen Jahr 2016 insgesamt 8.033 Stunden gelaufen. Auf zusammengerechnet 37.773 Betriebsstunden kam das BHKW vom Typ „Buderus Loganova EN50“ damit seit seinem Einbau im Jahr 2012.
Mit günstigem Erdgas, das zusammen mit der Gemeinde Eschenburg und der Stadt Dillenburg massenbezogen auf drei Jahre ausgeschrieben worden war, erzeugte der Motor im vergangenen Jahr neben 653.670 Kilowattstunden Wärme auch 383.680 kWh Strom. Fast 90 Prozent von diesem Strom werden auch wieder im Bad selbst verbraucht.
Der Einbau des ersten BHKW im Jahr 1996 war eine Zeitenwende für den Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“. Besser gepflegt als so manches Scheckheft, hat das Aggregat aus dem Hause Köhler & Ziegler 223.520 Betriebsstunden

besten Badespaß und viel warmes Wasser bereitet.
Für die Gemeinde Eschenburg war das BHKW im Bad Vorbild für einige Heizungs-Erneuerungen, an denen in der Grundlast vieles hängt: Im Keller der Grundschule Hirzenhain (wo auch das Dorfgemeinschaftshaus an der Heizung hängt), das Dienstleistungszentrum in der alten Schuhfabrik, die Mehrzweckhalle in Wissenbach und zuletzt das Rathaus im

BHKWalt

Lief fast so gut, wie der „Otto-Motor“ links: Das alte BHKW lief von 1996 bis 2012 223.520 Betriebsstunden. Eschenburgs Ehrenbürgermeister Otto Friedrich Schlemper hat den Zweckverband fürs Schwimmbad 1969 gegründet. (Foto: Konrad)

Nahwärmeverbund mit dem Bürgerhaus waren ideale Einsatzmöglichkeiten für Kraft-Wärme-Kopplung. Die Motoren haben alle 5,5 Kilowatt elektrische Leistung – ein Zehntel des Bad-BHKW – und können in solchen Häusern viel für den Eigenverbrauch liefern.
Verglichen mit dem „Blauen Wunder“ im Bad leistet die Microgasturbine beim Abwasserverband weniger. Mit bis zu 30 kW Leistung sind im vergangenen Jahr 128.486 Kilowattstunden eingespeist worden. Dazu muss man wissen, dass die Abwärme die Heizung für den Klärprozess spart und dass das Gas sonst abgefackelt werden müsste.
Info: Mehr Betriebsgeheimnisse aus dem Bad verrät die Seite www.freizeitbad-panoramablick.de/techniktour im Internet. Am 3. Oktober ist wieder Technik-Tour zum „Türöffner-Tag“.