Sieht aus wie ein Stundenplan…

… ist es auch: Für den wirtschaftlichen Betrieb des Freizeitbades ist die Dienstplanung optimiert worden. Der Einsatz von vier Schwimmmeistern und der Kolleginnen im Service soll so erfolgen, dass damit die Öffnungszeiten sinnvoll abgedeckt und notwendige Arbeiten im Hintergrund (z. B. Wartung, Reparatur) aus eigenen Kräften geleistet werden können. Das spart Geld für Aushilfen und externe Firmen.
Den Gesetzen der Wirtschaftlichkeit folgen übrigens auch die Attraktionen im Freizeitbad. Allein der Strömungskanal im Außenbecken hat eine Leistung von 36 Kilowatt. Die Bodensprudler, Nackenduschen und Massagedüsen im Außenbecken oder auch Whirlpool, Dampfbad und Kinderrutsche im Hallenbad brauchen ebenso viel Strom. Würde man alle zusammen anschalten, ergäbe dies einen enormen Gesamt-Verbrauch.

Großer Strom: Der Strömungskanal braucht alleine 36 Kilowatt, um in Schwung zu kommen. Deshalb unterliegen alle Attraktionen einer ausgeklügelten Automatik.Weil das Freizeitbad schon bisher als „Großkunde“ nach den Stromspitzen bezahlen musste, wurden diese durch eine ausgeklügelte Automatik vermieden. Ein Ablaufplan sorgte auch schon in Vergangenheit für eine gleichmäßige Verteilung. Deshalb springt der Whirlpool drei Mal in der Stunde an und macht dann Pause. Mit zeitlicher Verzögerung stimmen auch die anderen Attraktionen ein in das „Konzert“ der Attraktionen.
Da das neue Blockheizkraftwerk passgenau Wärme und Strom fürs Hallenbad erzeugen soll, ist „Wunschkonzert“ nicht möglich. Freilich kann man die Fans der Nackendusche und des Massagestrahls verstehen, die am liebsten Dauerbetrieb hätten – nur ist das wirtschaftlich nur in Ausnahmefällen möglich. Und diese Ausnahmen sind beschränkt auf die Zeit, in der das Außenbecken geschlossen. Das spielt sich übrigens am meisten in den Morgenstunden ab, an denen das Wasser des Außenbeckens noch hoch gepumpt wird. Ehe der Strömungskanal mit seinen 36 Kilowatt wieder „anfährt“, ist noch ein Weilchen Zeit für Duschen und Düsen im Dauerbetrieb…
kaw2982Das Hochpumpen des Wassers im Außenbecken ist übrigens eine Energie-Einsparung, die es im Panoramabad schon lange gibt, welche aber nicht immer verstanden wird: Wenn jetzt die Tage und Nächte kälter werden und dichter Dampf vom Außenbecken aufsteigt, heißt das nicht, dass wir den Abendhimmel über Eibelshausen heizen. Im Gegenteil: Das wonnig warme Wasser, das auch im Winter den Panoramablick genießen lässt, wird nachts in einen Thermo-Behälter unter dem Becken abgelassen. Dort verliert es über Nacht gerade etwa ein Grad an Temperatur und kann am nächsten Morgen wieder hoch gepumpt und auf die beliebte Temperatur gebracht.
Freizeitbad Panoramablick… Sommer das ganze Jahr!